Marionettenbühne : Puppenspiel für Erwachsene

Tragende Rollen im Stück für Erwachsene spielen der Leiter der VHS-Puppenbühne, Otto Henning und Kristine Deppe.
Tragende Rollen im Stück für Erwachsene spielen der Leiter der VHS-Puppenbühne, Otto Henning und Kristine Deppe.

Die Kellinghusener Marionettenbühne bringt Sonntag zwei Stücke von Otto Henning auf die Bühne.

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01. März 2014, 16:00 Uhr

Die VHS-Marionettenbühne Kellinghusen lässt am Wochenende wieder die Puppen tanzen. Die Akteure bringen zwei Stücke aus der Feder von Leiter Otto Henning auf die Bühne.

Die Marionettenbühne ist längst vom Geheimtipp zum kulturellen Schwergewicht des Ortes aufgestiegen, verzeichnete bei ihrer jüngsten Vorstellung 132 Besucher bei der Familienaufführung und 75 für Erwachsene am Abend. Sonntag stellen sie wieder zwei Stücke vor – eines für Erwachsene, eines für Kinder.

Das sozialkritische Stück für Erwachsene, „Eltern vieler Kinder“, hat die Gruppe schon vor sieben Jahren einmal gespielt. Das Remake orientiert sich an authentischen Erlebnissen. „Darauf gekommen bin ich, weil ein Arbeitskollege etwas ganz Ähnliches erlebt hat“, erzählt Otto Henning. Das Ehepaar Jonas und Klara Scholl (Puppen gespielt von Otto Henning und Kristine Deppe) nimmt schwer erziehbare Kinder bei sich auf, die nirgendwo mehr genommen werden, aber die Nachbarschaft ist dagegen, fürchtet in guter Wohngegend um ihre Immobilien. Herr Putz (Till Asmus), ein einflussreicher Nachbar, mauschelt mit dem Jugendamtsleiter Herrn Schütze (Regina Schuldt), der sonst immer froh war, wenn er die Kinder los geworden ist. Er weist in Zusammenarbeit mit der Sekretärin Frau Blöhdorn (Tanja Schinkel) dem Ehepaar jetzt keine Kinder mehr zu. Nur der letzte Jugendliche, Micky (Martin Huemer), ist noch da, soll aber einen Monat später ins Heim kommen. Er sucht aus der Kartei die Adressen von ehemaligen Zöglingen heraus, die jetzt Rechtsanwalt (Kristine Deppe), Hauptkommissar (Martin Huemer), Internatsleiterin in der Schweiz (Wiebke Henning) und Redakteurin bei der Presse (Regina Schuldt) geworden sind.
Auf seinen Hilferuf hin kommen diese zurück „nach Hause“ und die Internatsleiterin übernimmt sofort die Koordination, der Rechtsanwalt die juristische Leitung der Hauptkommissar verhandelt mit dem Jugendamt und die Journalistin bringt den Fall in die Presse.

Mysteriös und gespenstisch wird es bereits um 11 Uhr morgens, wenn die Puppenspieler-Truppe wieder das Stück für Familien aufführt. In „Kasper, Peter und der Kunstmaler“ soll Kasper in der Lehre bei Kunstmaler Röthel das Porträtieren erlernen.

>Marionettenbühne, jeweils Sonntag, 2. März: 11 Uhr: Puppentheater für Familien: „Kasper, Peter und der Kunstmaler“; 19 Uhr (Einlass: 18 Uhr): Puppentheater für Erwachsene: „Eltern vieler Kinder“.

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