Psychologie eines Spatenstichs

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08. Juli 2016, 10:53 Uhr

Wer glaubt, ein Spatenstich habe nur symbolischen Charakter, sollte einmal tiefer blicken. Die praktische Ausführung nämlich offenbart bemerkenswerte Unterschiede. Landrat Wendt zum Beispiel buddelte besonders tief. Minister Meyer hingegen hinterließ ein eher großflächiges Ergebnis. Unstrukturiert, könnte man meinen. Vielleicht aber auch nur mit dem Drang nach einem weiteren Ausbau der Straße. Bürgermeister Schulz grub souverän, sicher auch in der Hoffnung, bald mal in Wilster einen Spaten ansetzen zu können. Straßenbehörden-Chef Conradt blieb unauffällig. Er hat wohl viel Übung. Amtsvorsteher Sievers dachte gleich weiter. Bei ihm gab es gar kein richtiges Loch. Die Erklärung des ordentlichen Marschbewohners: Er habe den Sand natürlich gleich wieder ordentlich verteilt. Für einen sichtlich angefressenen Minister sorgte dann noch Kreispräsident Labendowicz mit einem Hinweis auf polnische Baustellen, wo noch richtig malocht werde. Vielleicht werden nach dem Brexit ja in England Baukolonnen aus Polen frei, die sich dann bei uns nützlich machen können.

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