Protestzug gegen Straßen-Schikane

Rufen zur Teilnahme an der Demonstration auf (von links): Ingolf Streich, Stefan Springer, Sabine Ziegler, Brigitte Hoffmann, Heiner Sülau, Christian Droßard und Torsten Jäger.
Rufen zur Teilnahme an der Demonstration auf (von links): Ingolf Streich, Stefan Springer, Sabine Ziegler, Brigitte Hoffmann, Heiner Sülau, Christian Droßard und Torsten Jäger.

Die Gemeinden Münsterdorf und Lägerdorf rufen zur Demonstration auf / Treffen am 11. Juli an der Einengung der Landesstraße 116

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02. Juli 2015, 12:15 Uhr

Seit fünf Jahren gibt es für Lastwagen und ängstliche Autofahrer kein Durchkommen auf der Landesstraße 116 – zwei Einengungen am Schloss Breitenburg und am Ortseingang versperren für breitere Fahrzeuge über 2,30 Meter den Weg nach Lägerdorf. Und auch in den nächsten fünf Jahren wird sich daran nichts ändern, das machte Verkehrsminister Reinhard Meyer unmissverständlich im Frühjahr bei einem Besuch klar. Für Lägerdorf, aber auch für Münsterdorf eine kaum hinnehmbare Schikane. „Das Land hat die Verpflichtung, eine Landesstraße so herzustellen, dass dort auch Lkw entlang fahren können“, sagt Lägerdorfs Bürgermeister Heiner Sülau.

Weil nichts passiert, wollen die betroffenen Gemeinden Lägerdorf und Münsterdorf ihren Protest lautstark kundtun – mit Hilfe der Bevölkerung. Sie rufen zu einer Demonstration am Sonnabend, 11. Juli, ab 11 Uhr auf. „Wenn wir etwas erreichen wollen, müssen sich möglichst viele Bürger aus beiden Gemeinden beteiligen“, sagt die Münsterdorfer Gemeindevertreterin Sabine Ziegler (Kommunale Interessenvertretung Münsterdorf). Hinter der Protestaktion stehen alle Parteien und Wählervereinigungen in den beiden Kommunen. „Nur wenn wir uns immer wieder in Erinnerung bringen, können wir auch etwas erreichen“, betont Sülau.

Die Einengung und das Lkw-Durchfahrtverbot hätten für die Gemeinden dramatische Folgen. So gebe es Einnahmeverluste bei den Geschäftsleuten, weil zahlreiche Kunden – vor allem aus den Moordörfern – Lägerdorf meiden, so Brigitte Hoffmann (Lägerdorfer Wählergemeinschaft). Daneben klagen die Bürgermeister immer wieder über Schäden an Gemeindestraßen, über die zahlreiche Autofahrer jetzt ausweichen. „Und die Schäden zahlt uns niemand“, sagt Sülau. Hinzu komme die Lärmbelastung, vor allem in einst ruhigen Wohnstraßen. Nicht zu vergessen die zahlreichen Lackschäden, die sich Autofahrer beim Durchfahren der Schikane holen. Und auch für die Rettungsfahrzeuge gebe es durch das Hindernis zahlreiche Probleme, weiß Lägerdorfs Wehrführer Stefan Springer.

Deshalb lautet auch eine Forderung der Protestler am 11. Juli: Weg mit der Schikane. Wichtig ist den Organisatoren aber auch, dass das Land rechtzeitig mit der Planung einer Alternative beginnt. „Jetzt muss dies geschehen, nicht erst in fünf Jahren“, fordert Sülau.

Treffen ist Sonnabend, 11. Juli, um 11 Uhr an der Einengung Breitenburger Straße/Stiftstraße. Von dort geht es auf der L 116 zum Haupteingang der Kreidegrube Saturn, dort findet die Kundgebung statt, bei der unter anderem die Bürgermeister Sülau und Jörg Unganz sprechen werden. „Das Wort würden wir auch Ministerpräsident Torsten Albig erteilen, diesen haben wir neben anderen Politikern aus Bund, Land und Kreis eingeladen“, sagt Heiner Sülau. Begleitet wird der Zug vom Musikzug der Lägerdorfer Feuerwehr. Zur Stärkung gibt es anschließend Kartoffelsuppe für einen geringen Preis. Auswärtige können an der Schule parken. Zwischen 10.30  und 14 Uhr wird die L 116 für den gesamten Verkehr gesperrt werden.

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