Protest für einheitliches Gehalt

Peter Koopmann informiert Malte Martens, Malte Schultz und Simon Weinholt über die Aktion (von links).
Peter Koopmann informiert Malte Martens, Malte Schultz und Simon Weinholt über die Aktion (von links).

shz.de von
12. November 2015, 05:00 Uhr

Protestaktion vor dem Klinikum. Die Vereinte Dienstleistungsgesellschaft (Verdi) rief gestern die 360 Beschäftigten der Management-Service-Gesellschaft (DMS) zu einer „aktiven Mittagspause“ auf. „Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass die Mitarbeiter der DMS keinen Tarifvertrag haben“, sagte Betriebsratsvorsitzender Peter Koopmann. Vor dem Haupteingang informierten sie Beschäftigte über ihre Rechte.

Die DMS ist eine hundertprozentige Tochterfirma des Zweckverbandes, zu dem das Klinikum sowie das Seniorenzentrum Itzehoe gehören. „Die Alt-Mitarbeiter unterliegen dem Tarifvertrag des Klinikums, die über die Tochterfirma angestellten nicht“, so Koopmann. So würden Beschäftigte, die die gleiche Arbeit verrichten, dafür unterschiedlich bezahlt werden. Deshalb arbeite Verdi an der Durchsetzung des Vertrags, sagte Gewerkschaftssekretärin Catrin Przewozny.

Gunda Dittmer, Personalleitung des Klinikum Itzehoe, sagte dazu, dass ein Tarifvertrag bei der DMS einiges an Flexibilität nehmen würde. „Wenn sich zum Beispiel das Anforderungsprofil ändert, jemand mehr Verantwortung übernehmen muss, dann können wir das Entgelt anpassen. Ein Tarifvertrag würde uns dabei einschränken“, so der Mitarbeiter des Klinikums.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen