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Norddeutsche Rundschau

17. August 2017 | 14:11 Uhr

Frühe Hilfen : Projekt steht auf Grün

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Erste von fünf kreisweiten Regionalkonferenzen im Kellinghusener Bürgerhaus.

Rote, schwarze und grüne Punkte waren die Gradmesser für die Vernetzung. Bei wem das Grün auf dem Blatt überwog, kannte viele der anderen Anwesenden aus aktiver Zusammenarbeit. Für andere waren die Markierungen ein Hinweis darauf, sich besser bekannt zu machen. Dazu bot die Sozialraumkonferenz Frühe Hilfen für den Bereich der Ämter Kellinghusen und Breitenburg auch gleich die ideale Plattform.

36 Teilnehmer waren im Bürgerhaus Kellinghusen zusammengekommen, um sich über präventive Hilfe und Unterstützung für Familien mit kleinen Kindern in belasteten Lebenslagen auszutauschen. Dabei ging es vor allem darum, die einzelnen Angebote und Akteure wirkungsvoll zu vernetzen.

Zu dieser ersten von fünf Regionalkonferenzen im Kreis Steinburg eingeladen hatte die iuvo gGmbh. Diese hat den Auftrag für die Planung, Organisation und Durchführung der Veranstaltungen von der Netzwerkkoordinatorin Frühe Hilfen, Alexa Bartholomä (Amt für Jugend, Familie und Sport). „Ein Netzwerk lebt von den inspirierenden, kreativen und innovativen Ideen und Gedanken jedes einzelnen“, stimmte Bartholomä die Teilnehmer darauf ein, „die eigenen Ressourcen, Fähigkeiten und Kompetenzen für ein gelingendes Miteinander“ einzusetzen. Dabei unterstützte das Team der iuvo mit professioneller Moderation Kennenlernen und Austausch. Neue Gesichter wie Janine Reitenbach (Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin bei der Diakonie Rantzau-Münsterdorf) stießen dabei auf alte Hasen wie Karsten Hanstein (Stadtjugendpfleger Kellinghusen) und Andreas Lindhauer (Kreisjugendamt, zuständig für Hohenlockstedt).

Etablierte Dienstleister wie Uta Tetzlaff-Ilgner (Frühförderung und mobile Dienste der Lebenshilfe) berichteten von videogestützten Verfahren, die vielen Anwesenden nicht bekannt waren. Schulzahnärztin Dr. Ute Lutz bot mit großer Leidenschaft ihre Unterstützung bei der Bekämpfung von „Nuckelflaschen-Karies“ an.

Sven Gebauer, Geschäftsführer der iuvo, sicherte zu, alle Themen und Angebote festzuhalten und den im Netzwerk Engagierten zur Verfügung zu stellen, „auch über die frühen Hilfen hinaus.“

An vier unterschiedlichen Stationen wurden gemeinsam Fragestellungen und weitere, notwendige Schritte beleuchtet. „Alle, die an diesem Nachmittag dabei waren, haben die Vernetzung in der eigenen Region aktiv in Angriff genommen“, fasste Koordinatorin Alexa Bartholomä zusammen. Sie sieht damit einen grundlegenden Schritt getan in Richtung besserer und möglichst frühzeitiger Hilfen für Familien. „Die Beiträge der Teilnehmer zeigen deutlich auf, wo vor Ort Lücken sind und worauf es für eine gelingende weitere Vernetzung aus ihrer Sicht ankommt.“

Deutlich wurde, dass Wege gefunden werden müssen, die eigentliche Zielgruppe zu erreichen und einzubinden: Betroffene Eltern. Das Projekt Frühe Hilfen Steinburg werde diese Aspekte aufgreifen und zudem für die Verbindung „nach unten und oben“ sorgen. Die kreisweite Kampagne werde im Rahmen der Bundesinitiative Frühe Hilfen gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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erstellt am 25.Jan.2014 | 08:15 Uhr

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