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Kreishausdebatte : Pro und Kontra: Ist es richtig, erneut einen Neubau auf dem Alsengelände zu planen?

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Kosten für einen Kreishausbau an der Itzehoer Viktoriastraße sind aktuell schwer zu kalkulierbar - nun sollen wieder Alternativen geprüft werden.

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2016 | 11:14 Uhr

Wo werden die knapp 400 Mitarbeiter der Kreisverwaltung in Zukunft arbeiten? Seit Mittwochabend ist diese Frage wieder offen: Mit dem Auftrag an die Verwaltung, eine aktualisierte Kostenschätzung für einen Neubau des Kreishauses auf dem Alsengelände vorzulegen, haben CDU und Piraten im Kreisbauausschuss die eigentlich Mitte 2015 vom Kreistag abgelehnte Variante eines Neubaus „auf der grünen Wiese“ wieder ins Gespräch gebracht.

Richtig so, findet Rundschau-Redakteur Delf Gravert, einen Plan B zu haben ist sinnvoll:

Wie in einer Endlos-Schleife erscheint die Debatte um das neue Kreishaus: Da hat man mit viel Aufwand und Kosten im Laufe des Jahres die sogenannte „Quartierslösung“ ausgearbeitet und nun wird wieder über den Bau auf Alsen diskutiert. Doch der Ansatz von CDU und Piraten ist richtig. Die Kosten, das wurde in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung wie auch schon bei früheren Präsentationen im Laufe des Städtebauwettbewerbs deutlich, sind zum jetzigen Zeitpunkt nur sehr vage einzuschätzen und es wird noch beträchtliche Zeit dauern, bis die Zahlen belastbarer werden. Wahrscheinlich ist: Sehr viel günstiger als die schon mal für den Neubau auf Alsen berechneten 50 Millionen Euro wird der Bau an der Viktoriastraße nicht werden – vielleicht auch teurer. Da macht es Sinn, einen Plan B in der Hinterhand zu haben. Sonst müsste man am Ende komplett neu beginnen, falls man feststellt, dass der Bau in der Stadt zu teuer wird.

Falsch, sagt Redakteur-Redakteur Michael Althaus. Eine neue Debatte über den Standort kostet zu viel Zeit:

Mit 23 zu 19 Stimmen war im Juni 2015 die Entscheidung gefallen, dass ein neues Kreishaus nicht auf Alsen, sondern an der Viktoriastraße entstehen sollte. Zugegeben, es war ein wackeliger Beschluss, den der Kreistag da gefasst hatte, aber er war rechtsgültig und verbindlich. Vor allem aber war er die Grundlage für ausgiebige Planungen, die Ausschreibung eines Ideenwettbewerbs und die Überarbeitung der Siegerentwürfe unter Beteiligung der Bürger. Jetzt, wo die Planungen endlich einigermaßen konkrete Gestalt annehmen, kommt plötzlich die CDU daher und stellt erneut die Grundsatzfrage. Es sei nur daran erinnert, dass die Ergebnisse anderthalbjähriger Planungen für den Orkus wären, sollte der Neubau nun doch auf Alsen entstehen. Wie viel Zeit soll denn noch ins Land gehen? Die Christdemokraten täten gut daran, den politischen Beschluss, der übrigens auch mit einigen Stimmen aus ihren Reihen gefasst wurde, endlich zu akzeptieren.

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