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Norddeutsche Rundschau

20. August 2017 | 08:18 Uhr

Übergabe : Pro-Bahn-Unterschriften übergeben

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Delegation des Kaufmännischen Vereins gestern im Landeshaus in Kiel. Auch die drei Steinburger Landtagsabgeordneten nahmen teil.

Mit Unterschriften von 600 Bahnfreunden aus Kellinghusen machten sich Vertreter des Kaufmännischen Vereins gestern auf nach Kiel. Die Liste übergaben Jan Plöhn, Martin Dethlefsen und Ralf Sievers im Landeshaus an den zuständigen Staatssekretär Dr. Frank Nägele. Die Forderung der Kellinghusener: Die Bahnstrecke Kellinghusen-Altona muss realisiert werden. Weitere 200 bis 300 Unterschriften aus Hohenlockstedt sollen noch folgen.

„Die Reaktivierung der Strecke ist für die wirtschaftliche Entwicklung der ganzen Region, die durch den Weggang mehrerer Institutionen sehr gelitten hat, überaus wichtig“, betonte Vereinsmitglied und Kreistagsabgeordneter Martin dethlefsen. „Wir wollen nicht ab-, sondern angekuppelt werden. Die ganze Region steht hinter uns und braucht diese Strecke.“

Die Bedeutung der Bahnstrecke unterstrichen auch die Landtagsabgeordneten Birgit Herdejürgen (SPD), Heiner Rickers (CDU) und Bernd Voß (Grüne). „Die Reaktivierung der Strecke würde der ganzen Region dienlich sein“, so Rickers. Er wies zudem auf die durch die Reaktivierung folgende Entlastung der Autobahn hin.

Staatssekretär Frank Nägele betonte, dass die Koalition sich den Ausbau des Bahnverkehrs „auf die Fahne geschrieben“ habe. „Wir müssen Orte so anbinden, dass sie als Wohnorte in der Metropolregion interessant werden“. Und: „Wir sehen auch den Mehrwert für Kellinghusen und die Region“. Nägele dankte den Vereinsvertretern für ihr Engagement. „Sie können sicher sein, dass Sie mit Ihrem Anliegen bei uns offene Türen einrennen.“ Zusagen machte er jedoch nicht.

Eigentlich gingen die Kellinghusener von einer Realisierung der Strecke aus, als die Landesweite Verkehrsservicegesellschaft (LVS) 2011 mit einem maßgeschneiderten Plan zur Wiederinbetriebnahme der Strecke aufwartete. Förmlich zu spüren war die Begeisterung beim Kaufmannsessen, wo LVS-Vertreter Jochen Schulz das Vorhaben detailreich darlegte und mit dem Anschluss an die „S4“ sogar eine Einbindung in das Hamburger S-Bahnnetz bis 2027 in Aussicht stellte. Schon 2015 sollte der Zug vor Ort auf die Schiene gesetzt werden. Eine Ausbremsung aus Kiel sorgte 2013 für die Unterschriftenaktion der Kaufleute, die auch auf Hohenlockstedt ausgedehnt wurde.

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erstellt am 24.Jan.2014 | 05:00 Uhr

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