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Norddeutsche Rundschau

18. Oktober 2017 | 04:41 Uhr

Bildung : Privatschule könnte 2014 starten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

130 Interessierte bei Informationsabend der Leibniz-Schule. Kiel müsste noch Genehmigung für eine Sekundarstufe I erteilen.

shz.de von
erstellt am 27.Sep.2013 | 05:00 Uhr

Im August 2006 öffnete die Leibniz-Schule in Elmshorn ihre Tore. Inzwischen lernen über tausend Schüler an der Privatschule in der Krückaustadt. Schon im kommenden Sommer könnte eine Außenstelle in Krempe hinzukommen. Erste Gespräche hat Bürgermeister Volker Haack mit der Chefetage der Leibniz-Schule bereits geführt (wir berichteten). Am Mittwochabend wurden auch die Kremper Bürger in die Details der Pläne eingeweiht. Rund 130 interessierte Gäste kamen in die Schulmensa, um sich über das Konzept der Elmshorner Privatschule und die angedachte Kremper Außenstelle informieren zu lassen.

Die erst vor wenigen Jahren eingerichtete Kremper Gemeinschaftsschule ist aufgrund zu geringer Anmeldezahlen ein Auslaufmodell. Schon in diesem Sommer wurde kein neuer fünfter Jahrgang eingeschult. Seit klar ist, dass die Kieler Pläne aller Voraussicht nach das Aus für die Schule bedeuten, ist der Schulverband auf der Suche nach alternativen Zukunftskonzepten. Schon im Mai führte Bürgermeister Haack ein erstes Gespräch mit Vertretern der Leibniz-Schule. Die Geschäftsführerin und Gründerin der Privatschule, Barbara Manke-Boesten, ihr Mann Egon Boesten und Geschäftsführer Gerhard Tolkmit standen den Krempern nun Rede und Antwort.

Bürgermeister Haack wie darauf hin, dass die Kremper Grundschule von den Planspielen nicht betroffen sei. Ihr Fortbestand sei nicht gefährdet. Gleiches gelte für die Kindergärten. Barbara Manke-Boesten und ihr Team planen in Krempe, ausschließlich eine Sekundarstufe I einzuführen, also die Jahrgänge fünf bis zehn zu beschulen. Starten würde man im Sommer 2014 mit einer fünften Klasse. Platz ist auf dem weiträumigen Areal am Burggraben mehr als genug vorhanden. Auch räumlich gebe es vermutlich keinerlei Probleme. Bleibt die Frage, wie viele angehenden Fünftklässler aus Krempe und Umgebung einen Wechsel auf die Privatschule in Betracht ziehen. 22 Kinder sollten schon zusammen kommen – das ist die Regelgröße der Leibniz-Klassen.

Barbara Manke-Boesten stellte das Konzept ihrer Schule vor, die sich als freiwillige Ganztagsschule definiert. Von 8 bis 14.35 Uhr werde gelernt, ab 15 Uhr folgten Hausaufgabenhilfe, Trainingsprogramme und Arbeitsgemeinschaften. Die Kosten für die Privatschüler lägen bei 150 Euro pro Monat für den „normalen“ Unterricht. Die gleiche Summe komme noch einmal hinzu, wenn das Nachmittagsprogramm mit gebucht werde. Außerdem werde eine einmalige Aufnahmegebühr in Höhe von 150 Euro fällig, sowie 150 Euro pro Jahr an Materialkosten. Einheitliche Schulkleidung sei Pflicht, jedes Jahr stehe eine Klassenfahrt auf dem Programm. Außerdem reiche das Angebot über die üblichen Schulfächer hinaus. So stehen beispielsweise auf dem Stundenplan der Leibniz-Schüler auch „Wirtschaftslehre“ (ab der 5. Klasse) und „Medienkunde“.

Ob in Krempe wirklich schon 2014 eine Außenstelle eröffnet wird, ist allerdings noch ungewiss. „Wir bräuchten für Krempe wieder eine neue Genehmigung“, erklärte Geschäftsführer Tolkmit. In Kiel gebe es noch „eine Menge Rahmenbedingungen zu klären“. Barbara Manke-Boesten versicherte, „dass die Absicht besteht“, aber das gesamte Projekt noch durchkalkuliert werden müsse. Eine Sekundarstufe II sei momentan für Krempe nicht angedacht. Interessierte Eltern können sich noch bis zum Ende der Herbstferien beim Schulverband melden. Als Ansprechpartner fungiert Amtsmitarbeiter Frank Schippmann (E-Mail: f.schippmann@amt-krempermarsch.landsh.de).

 

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