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LETZTE SCHICHT : Prinovis-Schließung prägt den 1. Mai

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Schließung der Itzehoer Druckerei Prinovis prägt die Kundgebungen zum 1. Mai.

von
erstellt am 28.Apr.2014 | 17:00 Uhr

Der Gesetzliche Mindestlohn, die Reform der Rente, die Betriebsratswahlen und die Europapolitik werden Hauptthemen der Maiveranstaltungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Itzehoe und Lägerdorf sein. Der DGB feiert den Tag der Arbeit unter dem Motto „Gute Arbeit. Soziales Europa“.

„Am 1. Mai demonstrieren wir in Itzehoe für die Würde und die Rechte der arbeitenden Menschen“, kündigt Steinburgs DGB-Vorsitzender Tobias Klaassen, an. „Der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro wird die Lebens- und Arbeitsbedingungen von vielen Menschen verbessern, Ausnahmen darf es deshalb nicht geben.“

In Itzehoe wird der 1. Mai allerdings vor allem auch unter dem Eindruck der am Vorabend endenden „letzten Schicht“ bei der Druckerei Prinovis stehen. Am 30. April schließt die Großdruckerei, hunderte Mitarbeiter der Stammbelegschaft sowie 200 Leiharbeiter werden arbeitslos bzw. gehen in eine von Verdi und dem Betriebsrat ausgehandelte Transfergesellschaft. „Wir werden die Kollegen nach der letzten Schicht um 20 Uhr in Empfang nehmen und uns auch weiterhin um Perspektiven für die Menschen in der Region kümmern“, sagt Klaassen. Dafür stehe aber nicht nur die Politik, sondern auch das Unternehmen Prinovis in der Verantwortung.

Klaasen wird am 1. Mai um 11 Uhr die Kundgebung auf dem Berliner Platz eröffnen. Helmut Böttger, Betriebsrat von Prinovis, wird sprechen, ebenso Klaus Beck vom DGB-Bundesvorstand. Zuvor wird es um 10.30 Uhr ein Gedenken am Mahnmal auf den Malzmüllerwiesen mit Susanne Uhl vom DGB Schleswig-Holstein Nordwest geben.

In Lägerdorf beginnt der 1. Mai um 7.30 Uhr mit dem Weckumzug der Feuerwehrkapelle, um 10 Uhr folgt ein Gedenken am Mahnmal und um 11 Uhr schließlich die Maikundgebung in der Mehrzweckhalle der Liliencronschule.

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