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Gerettet : Prinovis-Azubis lernen bei Holcim weiter

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Im Frühjahr ist in der Itzehoer Druckerei für Mitarbeiter und Auszubildende Schluss. Das Lägerdorfer Holcim-Werk übernimmt zwei Elektroniker für Betriebstechnik. Dafür gibt es eine Auszeichnung der Arbeitsagentur.

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erstellt am 05.Dez.2013 | 11:38 Uhr

Was bei Prinovis anfing, wird nun bei Holcim vollendet. Zwei Auszubildende der Itzehoer Druckerei, die im Frühjahr geschlossen werden soll, wurden von dem Lägerdorfer Zementwerk übernommen. Für die beiden 19-jährigen Daniel Heesch aus Münsterdorf und Jan Ritter aus Barmstedt war der Übergang fast nahtlos: „Die Tätigkeiten sind die gleichen“, sagt Daniel Heesch, „nur die Erwartungen des Ausbilders unterscheiden sich ein bisschen“. Die beiden sind im zweiten Lehrjahr der Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik. Später werden sie die Maschinen im Betrieb warten und reparieren, das ist ihre Aufgabe.

Im Moment lernen sie Bauteile, Schaltkreisläufe und Co. erstmal im Labor kennen. Wie bisher auch bei Prinovis experimentieren die beiden Azubis auch bei Holcim in einer Lehrwerkstatt. „Wir schauen, wie einzelne Bauteile zusammenwirken“, erklärt Daniel Heesch. Der Münsterdorfer weiß: „Später im Betrieb werden wir es nicht so übersichtlich haben.“ Er und sein Kollege aus Barmstedt sind froh, dass sie das Zementwerk übernahm. Die Alternative wäre gewesen, die Ausbildung am weiter entfernten Prinovis-Standort in Ahrensburg fortzusetzen.

Der Ausbildungsmeister von Holcim, Thorsten Cornelsen, hatte die Übernahme in die Wege geleitet. Er spricht von „einem reibungslosen Übergang“. Die beiden Azubis hätten ihre Arbeit im Lägerdorfer Werk ohne große Schwierigkeiten aufgenommen.

Für die Übernahme der beiden Auszubildenden erhielt Holcim jetzt das Zertifikat für Nachwuchsförderung der Arbeitsagentur Heide. „Der Betrieb federt damit die besonderen Schwierigkeiten der Region ab“, sagte Ronald Geist von der Arbeitsagentur zur Begründung. Außerdem zeichne sich Holcim durch eine überdurchschnittlich hohe Quote an Auszubildenden aus. Über 30 der gut 300 Mitarbeiter in Lägerdorf sind Azubis und in verschiedenen Berufen wie Industriemechaniker oder Industriekaufmann in der Lehre. „Das Unternehmen leistet damit einen Beitrag, Arbeitskräfte in der Region zu halten und trotzt dem demographischen Wandel“, so Ronald Geist.

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