Bürger-Schützen-Gilde Wilster : Prellballer neuer Gildekönig

<p>Er kann es kaum fassen: Günter Seddig (r.) gelang der Königsschuss. Dazu gratuliert hier der designierte Hauptmann Hans Otto Wulf.</p>

Er kann es kaum fassen: Günter Seddig (r.) gelang der Königsschuss. Dazu gratuliert hier der designierte Hauptmann Hans Otto Wulf.

Günter Seddig bringt störrischen Holz-Adler zur Strecke.

shz.de von
06. Juni 2018, 05:00 Uhr

Solange wie diesmal haben die Mitglieder der Bürger-Schützen-Gilde Wilster von 1380 nie zuvor geschossen, um ihren neuen Gildekönig zu ermitteln. Der hölzerne Adler war so massiv gearbeitet worden, dass der entscheidende Schuss einfach nicht gelingen wollte. Mehrfach musste Gildeschreiber Jürgen Pruter, seines Zeichens Zimmerermeister, zum Fuchsschwanz greifen, um den Vogel schussbereit herzurichten. Erst um 20.22 Uhr wurde der Adler zur Strecke gebracht.

Mit einem gezielten Schuss errang Günter Seddig die Königswürde. Er wurde 15 Minuten später als „Günter, der Prellballer“ zum Gildekönig ausgerufen. Der Titel war eine Anspielung auf den Prellballsport, mit der sich der neue Gildekönig fit hält. Zuvor war es Helmut Evers, der um 18.30 Uhr – ebenfalls nach einem Fuchsschwanz-Einsatz – den rechten Kopf abschoss und damit die Würde des Kopfkönigs errang. Schwieriger wurde es dann, den ebenfalls angesägten Schwanz des Vogels abzuschießen. Um 19.45 Uhr traf Hans-Joachim Schulz den Vogel zwar mit einem wuchtigen Schuss, doch zeigte dieser zunächst keine Regung. Als sich der Schütze bereits abgewendet hatte, polterte der doch wirksam gelockerte Schwanz hinter ihm zu Boden: Hans-Joachim Schulze wurde damit Schwanzkönig.

Parallel ermittelten die Gildedamen beim Vogelpicken ihre Gildekönigin. Den Sieg trug Heike Baasch davon, die ihre Königskette von der scheidenden Königin Nicole Gothmann entgegennahm. Den Damenpokal als bleibende Erinnerung überreichte ihr der scheidende Gildekönig Michael Stoldt.

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