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Berufsmesse : Praxis-Informationen für den Lebensweg

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Berufsmesse der Gemeinschaftsschule Kellinghusen verlief für Schüler und für die 37 Aussteller wieder erfolgreich.

Schon zu Schulzeiten stellt sich für viele Schüler die Frage nach dem Berufsweg, den sie einmal einschlagen wollen. Seit fünf Jahren hilft ihnen dabei in Kellinghusen die Berufsmesse.

37 Aussteller aus den Kreisen Pinneberg, Steinburg, Rendsburg-Eckernförde und Neumünster stellten sich und ihr Berufsbild den Schülern vor. Das waren neben Banken, Krankenkassen, Energieversorgern und dem Finanzamt auch die Polizei und die Bundeswehr sowie Schulen. Darüber hinaus konnten sich die Schüler über Betriebe aus Handel und Handwerk informieren. „Das Angebot wächst in Richtung 40 Teilnehmer“, sagte Mitorganisatorin Sabine Bernhardt-Kay.

Hinter den Ständen erwarteten oft junge fertige Fachkräfte die Schüler, damit diese altersangemessen ins Gespräch kamen. „Das senkt die Hemmschwelle. Wir wollen in Zukunft auch verstärkt Handwerksbetriebe akquirieren“, plant ihr Kollege, Lehrer Jürgen Potthoff-Jürs.

Die Schüler erhielten je eine Stunde Zeit und einen Laufzettel mit dem Auftrag, mindestens drei Stände anzusteuern, nach Möglichkeit auch mehr. „Das war zuvor in der Klassenlehrerstunde gemeinsam mit den Schülern beschlossen worden“, sagte Schulleiter Gerd Christian Thielmann.

Vertreter von Schule und Schleswig-Holstein Netz AG unterzeichneten dann noch einen Kooperationsvertrag, der ihrer seit 2010 bestehenden Zusammenarbeit einen offiziellen Rahmen geben soll. Die Kooperation gewährt pro Halbjahr zwei Klassen einen Einblick in die technische Arbeitswelt, indem externe und außenstehende Experten mit ihnen beispielsweise Umspannwerke besuchen. „Wir holen Technik in die Schule und bringen die Schule in die Technik“, beschrieb der Schulleiter. Auch Dieter Haack von der SH Netz AG, der den Vertrag gemeinsam mit Martin Schack unterschrieb, freute sich über die weitere Gelegenheit der Präsentation. „Es hat hier gute Gespräche gegeben.“

„Die Messe läuft nicht nur intern bei uns, sondern es interessieren sich auch viele Eltern für den weiteren Berufsweg ihrer Kinder“, sagte Sabine Bernhardt-Kay. Gerd Christian Thielmann war überzeugt: „Wir steigern die Unterrichtsqualität, indem wir handlungsorientiert unterrichten und Praktika anbieten.“

Für die Zukunft sollten bestimmte Zweige noch besser angesprochen werden. „Wir haben sechs Gymnasien eingeladen – eines ist gekommen.“ Denn Schulen hätten oft noch Schwierigkeiten. Sie wissen oft nicht, warum sie teilnehmen sollen. Das müssen wir noch einmal deutlicher machen“, sagte Jürgen Potthoff-Jürs.

Michelle Stapper (16, 10. Klasse) aus dem Organisationsteam: „Wir haben uns acht Wochen lang vorbereitet und nun den Besuchern den Ablauf geschildert“, sagte sie. „Ich habe mich selbst für den Rettungsdienst interessiert und dort viele Informationen bekommen“, war sie froh.

Schüler Jules Sander (17), Besucher der Messe, wollte sich über Oberstufenstudiengänge an weiterführenden Schulen informieren. „Meine Erwartung war vorher ehrlich gesagt nicht sehr groß“, bekannte er. „Aber ich war erstaunt, dass ich viele wertvolle Informationen über Chemie- und Physik-Studiengänge an Schulen erhalten habe.“

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erstellt am 10.Feb.2014 | 12:00 Uhr

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