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Fußgängerbrücke komplett : Präzisionsarbeit beim Überbau

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Überbau der neuen Fußgängerbrücke zwischen Schulzentrum und Wohngebiet Büttel ist per Kran eingesetzt worden. Jetzt müssen noch der Treppenlauf betoniert und das Geländer montiert werden. Mit der Fertigstellung wird im Oktober gerechnet.

shz.de von
erstellt am 25.Aug.2013 | 18:37 Uhr

Spannender Moment am Sonnabendvormittag über den Bahngleisen zwischen Schulzentrum und Wohngebiet Büttel: Dort entsteht die neue Fußgängerbrücke, für die jetzt der Überbau geliefert wurde. In Rostock angefertigt, traf der Transporter mit dem 30 Tonnen schweren Brückenteil am Freitagabend in Wilster ein. Sonnabend war dann Präzisionsarbeit angesagt, als der Überbau per Mega-Kran der Firma Kühl aus Elmshorn auf die Brückenpfeiler gesetzt wurde.

„Wir sind im Zeitplan“, sagte Roman Stöckmann, Leiter technisches Bauamt, zufrieden. Der Termin stand seit knapp einem dreiviertel Jahr fest, schließlich musste bei der Bahn eine Sperrpause beantragt werden. „Darum war es wichtig, dass wir heute so weit sind.“ Das Zeitfenster – bis zum späten Nachmittag fuhren keine Güterzüge auf der Strecke Wilster-Brunsbüttel – brauchte dann glücklicherweise nicht ausgeschöpft zu werden. „Man braucht natürlich einen Zeitpuffer, falls was ist. Aber wenn die Vorarbeit gut läuft, ist alles eigentlich nur Routine“, so Stöckmann. Binnen einer Viertelstunde hatte der Kran den Überbau gehoben, gedreht und zwischen die Treppenläufe gesetzt. Nun muss noch auf der Nordseite (Büttel) der Treppenlauf betoniert werden. Danach folgen noch weitere Betonierarbeiten und schließlich wird das Geländer angebracht. Alles in allem rechnet Roman Stöckmann damit, dass die Fußgängerbrücke im Oktober fertiggestellt sein wird. „Die Maßnahme hat insgesamt gut geklappt.“ Wettermäßig habe es keine Sorgen gegeben. Der Überbau wurde in einer Halle gefertigt, und auch für die Betonarbeiten vor Ort hätten sehr gute Bedingungen geherrscht. Und „wenn wir in 50 Jahren noch sagen, das Ding sieht gut aus, können wir auch sagen, dass wir einen guten Job gemacht haben“. Im Endeffekt werde die Brücke aus Stahlbeton länger halten als andere Brücken. Ziel sei von vornherein gewesen: wenig Unterhaltungskosten und eine lange Lebenszeit. Anders als die Vorgängerin: Die Holzbrücke war nach knapp 20 Jahren so marode, dass sie abgerissen werden musste.

Die Gesamtkosten für den Brückenneubau werden mit 280 000 Euro beziffert. Die Kosten teilen sich die Stadt Wilster sowie der Bund und das Land. Möglich wurde der Neubau durch die Finanzierungshilfe aus dem Städtebauförderungsprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“. Die Brücke wird nach den Plänen des Hamburger Ingenieurbüros Dr. Ing. Jörg Kobarg errichtet, mit den Bauarbeiten beauftragt ist das Tiefbauunternehmen Holst, ebenfalls aus Hamburg.

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