Positive Seglerbilanz nach einem Jahrhundertsommer

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14. Januar 2019, 16:20 Uhr

Eine insgesamt positive Bilanz für das Jahr 2018 ziehen die Mitglieder der Seglervereinigung Wilster (SVW). Das geht aus dem Vorstandsbericht hervor, der jetzt auf der Jahresversammlung vorgelegt wurde.

So waren die Häfen und Hallen gut belegt. In Kasenort zählte man vier Schiffe und drei Jugendboote, im Hafen Langes Rack 16 Boote. Das Winterlager ist mit 38 Schiffen und Jugendbooten (vier Piraten und zehn Optimisten) ebenfalls voll belegt. Ein Schiff steht sogar im Außenlager. Die Hallen, so heißt es weiter, seien grundsätzlich in Ordnung. Auch die Maschinen, von Slipwinde bis zum Druckreiniger, seien sicher und einsatzbereit.

Schleusen-Kritik Beherrschendes Thema für die Wassersportler war im vergangenen Jahr die Sanierung der Schleuse Kasenort. Weil sich die Arbeiten entgegen früherer Zeitpläne bis in den November hinein gezogen hatten, seien die Segler zunehmend nervös geworden. Einige Vereinsmitglieder hatten sich vorsorglich auch schon ein anderes Winterquartier gesucht. Wie zuletzt geplant, konnten dann am 30. November in zwei konzertierten Aktionen aber die Boote eingeschleust, Masten gelegt und an Land geholt werden. „Als Seglervereinigung freuen wir uns sehr über die Sanierung der Schleuse“, heißt es im Bericht weiter. Allerdings gebe es auch Kritikpunkte. So sei der Schaltschrank für die Elektrik der neuen Pumpe im Bereich des normalen Schleusenhubs platziert worden. Folge: Die Schleuse könne nur bis gut 5,10 Meter Pegel gefüllt werden, was deren Funktion stark einschränke. Hinzu kommt aus Sicht der Segler: Durch den Einbau der Pumpe in den zweiten Umlaufkanal habe sich die Möglichkeit, Wasser in die Au zu lassen, halbiert. Zum Slippen und zum Befahren der Au benötigten die Segler einen Stand von 4,80 Meter. Das Problem sei bereits mit der Stadt erörtert und um Abhilfe gebeten worden.

Abschließend bedankt sich der Vorstand bei den zahlreichen Mitgliedern, die sich an Aktionen und Arbeitseinsätzen beteiligt hatten. Dass der Verein lebe, werde auch am Beispiel von drei Schiffstaufen deutlich. 2018 wurden „Maila“ von Nils-Merten Färber, „Anne-Bonny“ von Hans-Jürgen Färber und „Alwine“ von Klaus Neumann aus der Taufe gehoben.

Jugendarbeit Eine positive Bilanz für 2018 zog auch Thomas Dethlefs. Der Jugendobmann unternahm zudem einen Ausblick ins neue Jahr. Sein Ziel: „Ich möchte neue Optisegler für unseren Verein gewinnen.“ Er hofft dabei auf eine neue Projektwoche an der Grundschule. Eventuell könnte man mit jungen Seglern auch wieder einmal an den Landesjugendmeisterschaften teilnehmen. Die Teilnahme an Stör- und Nedderelv-Regatta sollte selbstverständlich sein. Ansonsten stellten die Segler fest, dass der vergangene Sommer natürlich der Segelsommer schlechthin gewesen sei. Fast schon ein bisschen zu heiß. Die Mitglieder nutzten nach einem Bericht des Regattaobmanns die äußeren Bedingungen denn auch wieder zur Teilnahme an zahlreichen Wettfahrten auf Stör, Elbe und Nordsee.

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