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Norddeutsche Rundschau

20. Oktober 2017 | 16:27 Uhr

Portal für Kinder und Lehrer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Gemeinschaftsschule plant schuleigenes Netzwerk

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2015 | 09:54 Uhr

Schüler und Lehrer an der Gemeinschaftsschule Wilster sollen künftig über ein eigenes Schulportal miteinander kommunizieren. Das Zauberwort heißt „Iserv“. Der zentrale Server soll das bisherige digitale Stückwerk ersetzen. Aktuell sind an der Schule rund 60 unterschiedliche PCs im Einsatz. Alle Schülerrechner sind über ein Netzwerk miteinander verbunden, dabei aber nicht gegen möglich Missbrauch geschützt. Die gebrauchten Geräte im Computerraum sind mittlerweile bis zu sieben Jahre alt, die internen Verbindungen noch älter. Mit „Iserv“ könnte alles auf den neuesten und auch einfach zu aktualisierenden Stand gebracht werden.

„Jeder an der Schule bekommt dann einen eigenen Speicherplatz für Daten, die man in der Schule, aber auch von zu Hause aus nutzen kann“, erläuterte Lehrer Daniel Tillmann die neue Errungenschaft für den Vorstand des Schulverbandes. Dann könnten Schüler über eine schuleigene Adresse auch mit eigenen Geräten über das Schulnetz arbeiten. „Die Betonung liegt auf arbeiten“, fügte Tillmann schmunzelnd hinzu. Zusätzlich gebe es einen internen Bereich für das Lehrerkollegium, der den Austausch untereinander spürbar vereinfachen soll. Die Einrichtung eines Schulkalenders, ein individuelles Nutzerprotokoll und vieles mehr gehöre zu den Einsatzmöglichkeiten für die es zudem eine verbindliche Nutzungsordnung gebe. Unterm Strich kostet die Einführung des Schulnetzwerks rund 12  500 Euro, wobei noch fast 1000 Euro eingespart werden, weil die Lehrer den Schulungsbedarf für die Nutzer selbst übernehmen.

Vorstandsmitglied Ralf Maron regte an, die Eltern in das Schulportal gleich mit einzubinden. Das allerdings sei aus datenschutzrechtlichen Gründen problematisch, meinte Schulleiterin Marlis Krumm-Voeltz. „Bei der Kommunikation mit privaten E-Mail-Adressen haben wir immer ein Problem, weil wir nicht wissen, wer das sonst noch alles mitlesen kann.“ Außerdem verfügten nicht alle Eltern über moderne Kommunikationsmittel, insbesondere im ländlichen Bereich, weil dort die Internetverbindungen zum Teil sehr schlecht seien.

„Das soll ja bald alles sehr viel besser werden,“ hofft Schulverbandsvorsteher Walter Schulz auf das geplante Glasfasernetz. Für die Pädagogen, so Schulz weiter, sei das neue Schulportal in jedem Fall eine erhebliche Erleichterung. „Die Lehrer haben dann auch mehr Zeit, sich um ihre Schüler zu kümmern.“ Einen weiteren Vorteil des Schulnetzwerks sieht Krumm-Voeltz in der Abwicklung von Hausaufgaben: „Da haben wir immer wieder Problem, wenn Schüler mit einem Stick kommen und mit Viren unser ganzes System lahm legen.“ In einem weiteren Schritt, so eine abschließende Anregung aus dem Ausschuss, könnten auch die übrigen Schulen im Wilstermarsch-Schulverband angeschlossen werden. Bei den Grundschülern sei der Bedarf allerdings nicht ganz so groß.

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