Fubama in Wilster : Polizeihunde bringen Narren zur Räson

Bis auf wenige Ausnahmen feierten die 6000 Narren zur Musik der DJs Kay van Schall aus Flensburg (r.) und Daniel Mic (Daniel Michelsen) aus Dithmarschen fröhlich-friedlichen Karneval.
Bis auf wenige Ausnahmen feierten die 6000 Narren zur Musik der DJs Kay van Schall aus Flensburg (r.) und Daniel Mic (Daniel Michelsen) aus Dithmarschen fröhlich-friedlichen Karneval.

Die Polizei-Bilanz: Schlägerei, Handschellen, Jointschmuggler – und eine zerstörte Würstchenbude.

shz.de von
06. Februar 2018, 05:10 Uhr

Nach der Fußballmaskerade mit rund 6000 närrisch verkleideten Besuchern am Sonnabend im Colosseum ziehen Polizei und ehrenamtlich Helfer eine durchwachsene Bilanz.

So kam es nach Angaben der Polizeistation in Wilster zu einer Reihe von Taschendiebstählen und Körperverletzungen am Rande der Fußballmaskerade (Fubama) auf dem Colosseumsplatz. Im Zuge einer zunächst verbal geführten Auseinandersetzung erhielt dabei ein 25 Jahre alter Partygast aus Burg (Kreis Dithmarschen) von einem 28-jährigen Wilsteraner einen Faustschlag ins Gesicht. Gegenüber der Polizei gab der Schläger an, von seinen Kontrahenten dermaßen provoziert worden zu sein, dass ihm schließlich die Hand ausgerutscht sei.

Ähnlich erging es an dem Abend einem 31 Jahre alten Hamburger. Dieser wurde von einem 21-jährigen St. Margarethener nach eigener Darstellung wegen einer Nichtigkeit attackiert. Auch in den anderen Fällen waren es verbale Streitigkeiten mit belanglosen Hintergründen, die zu Tätlichkeiten führten.

Für ein Großaufgebot an Polizeikräften sorgte eine Gruppe von rund 20 jungen, gewaltbereiten Männern. Nachdem ein Mitglied der Gruppe von der Security der Veranstaltung verwiesen worden war, regte sich dieses lautstark auf. Auch der alarmierten Polizei gelang es nicht, den 25 Jahre alten Mann zu beruhigen. Dies führte schließlich dazu, dass ihm Handschellen angelegt werden mussten.

Sein Gezeter blieb nicht lange unbemerkt. Schnell versammelte sich eine Gruppe von etwa 20 Personen, die sich der Polizei gegenüberstellte. Diese zog zusätzliche Kräfte hinzu. Neben der Androhung des Einsatzes von Pfefferspray sorgten vor allem zwei Schutzhunde dafür, dass die Situation nicht eskalierte.

Einen Platzverweis erhielt schließlich ein 17 Jahre alter Mann aus Hohenlockstedt, nachdem er versucht hatte, zwei Joints in einer Zigarettenschachtel mit ins Zelt zu nehmen. Wegen des Führens eines Waffenimitats in Form eines Einhandmessers und einer falschen Altersangabe muss sich hingegen ein 15 Jahre alter Wilsteraner verantworten.

Für die Feuerwehr Wilster hatte es bereits am Freitag Abend einen Großeinsatz auf dem Fubama-Gelände gegeben, als in einem der noch leeren Festzelte eine Würstchenbude bei der Explosion einer Gasflsche zerstört wurde. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, und es brauchte auch kein Feuer gelöscht werden. Die Feuerwehr kontrollierte die Einsatzstelle und führte eine Messung mit einem Gaswarngerät durch. Während der Veranstaltung selbst konnten sich die neun dort eingesetzten Helfer auf ihre Brandsicherheitswache konzentrieren.

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