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Kriminalität : Polizei jagt Einbrecher – eine erste Bilanz

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Großangelegte Verkehrskontrollen in Schenefeld und in Itzehoe. Vor allem Gurtmuffel hat es erwischt.

Mit Beginn der dunklen Jahreszeit geht die Polizeidirektion Itzehoe zum dritten Mal in Folge mit Großkontrollen gegen Einbrecher vor. Die geplanten Maßnahmen sind eine Reaktion auf die vermehrten Einbrüche in Häuser und Wohnungen in den Wintermonaten. Mit 7534 registrierten Fällen in 2013 liegt Schleswig-Holstein zwar unter dem Bundesdurchschnitt, dennoch befindet sich die Zahl insgesamt auf einem hohen Niveau. Die Polizeidirektion Itzehoe hat in 2013 mit 330 Einbrüchen im Kreis Steinburg und 354 im Kreis Dithmarschen weitgehend stabile Zahlen im Vergleich zu 2012 notiert.

Da in den Monaten November und Dezember die Zahl der Taten jedoch erfahrungsgemäß zunimmt, gibt es nun groß angelegte Verkehrskontrollen. Lageabhängig und flexibel sollen zusätzlich zivile Streifen eingesetzt werden. Der Fokus liegt wegen der Gefährlichkeit bestimmter Täter und Tätergruppen auf dem Verhindern von Einbrüchen und auf der Festnahme von Einbrechern.

Die erste der angekündigten Verkehrskontrollen verlief noch ohne besondere Höhepunkte. Wie der Polizei mitteilte, wollte sich ein junger Mann allerdings den polizeilichen Maßnahmen entziehen. Zwischen 14 Uhr und 21 Uhr hatten sich am Donnerstag insgesamt zwölf Einsatzkräfte in Schenefeld in der Holstenstraße und in der Schäferkoppel und in Itzehoe an der Bundesstraße 206 und an der Bundesstraße 77 in Itzehoe-Süd positioniert.

Bilanz der Aktion: fünf Verstöße gegen die Anschnallpflicht und einer gegen das Handyverbot. Auf die Gurtmuffel kommt ein Verwarngeld von 30 Euro zu, den Telefonierer kostete sein Fehlverhalten 60 Euro. Ein Mann auf seinem Motorroller war ohne die erforderliche Fahrerlaubnis unterwegs, ein weiterer missachtete zunächst die Anhaltezeichen der Polizisten und versuchte, sich durch die Flucht in einen Waldweg der Kontrolle zu entziehen. Die Beamten hefteten sich jedoch an seine Fersen und stoppten den 18-Jährigen schließlich. G rund seines Fluchtversuchs dürfte die Tatsache gewesen sein, dass seine Kurzzeitkennzeichen abgelaufen waren. Der Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz bringt dem Hohenlockstedter drei Punkte im Verkehrszentralregister ein, das Missachten des Anhaltezeichens einen weiteren. Da der Führerschein des Betroffenen erst tags zuvor ausgestellt worden war, erwartet den 18-Jährigen neben den Punkten und dem Bußgeld von mehreren hundert Euro möglicherweise eine Nachschulung. Was den Einsatzkräften besonders auffiel, war die hohe Anzahl der defekten Kennzeichenbeleuchtungen. Rund 40 Fahrzeuge wiesen diesen Mangel auf, die Reparatur des Defekts müssen die Fahrzeugführer auf einer Polizeidienststelle nachweisen.

>Tipps zum Einbruchschutz sind auf www.polizei.schleswig-holstein.de zu finden. Rat geben außerdem die Präventionsbeamten der Polizeidirektion: Telefon 04821/6022140.

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erstellt am 08.Nov.2014 | 15:24 Uhr

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