10.000 Euro Schaden in Marne : Polizei fasst junge Vandalen

Hausmeister mit Hochdruckreiniger: Gegen die jugendlichen Farbschmierereien an der Sporthalle ist Thies Brüning (52) in Marne machtlos - 'wenn man eine Fachfirma kommen lässt, kostet das Entfernen der Farbe Tausende von Euro', klagt er. Foto: Ruff
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Hausmeister mit Hochdruckreiniger: Gegen die jugendlichen Farbschmierereien an der Sporthalle ist Thies Brüning (52) in Marne machtlos - "wenn man eine Fachfirma kommen lässt, kostet das Entfernen der Farbe Tausende von Euro", klagt er. Foto: Ruff

Sie schlugen Fensterscheiben ein und besprühten Häuser mit Graffiti. Gesamtschaden: 10.000 Euro. Jetzt ermittelt die Polizei gegen zehn Jugendliche.

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06. April 2011, 12:38 Uhr

Längere Zeit war Ruhe, doch in der Nacht zum Sonnabend machten sich wieder Graffiti-Sprayer an der Grund- und Regionalschule in Marne (Kreis Dithmarschen) zu schaffen, besprühten die Nord- und Ostseite der Sporthalle auf einer Länge von insgesamt 50 Metern - und dies mit kräftigen Farben.
Hausmeister Thies Brüning (52) und seine Kollegen versuchten, die Wände mit einem Hochdruckreiniger zu säubern. Vergeblich, die Farben sind bereits in die Steine gezogen. "Da müsste eine Spezialfirma kommen, aber das wird zu teuer." Neben der Sporthalle wurden auch Wände und Fenster der Regionalschule besprüht.
"Das war eine ungewöhnliche Häufung"
"Das ist in den letzten zehn Jahren mehr geworden", ärgert sich Rektor Jürgen Könnecke (57) nicht nur über die Graffiti, sondern auch über Sachbeschädigungen an seiner Schule. Besonders schlimm war es im letzten Winter, mehrere Straftaten wurden verübt. Könnecke: "Das war schon eine außergewöhnliche Häufung."
Am Montag nun konnte die Polizei melden, dass sie die Straftaten-Serie vom Winter aufgeklärt hat. Als mutmaßliche Täter sind Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 16 Jahren aus Marne und Umgebung ermittelt. Sie hatten insgesamt 13 Straftaten begangen und einen Schaden von etwa 10.000 Euro angerichtet. Dabei besprühten sie nicht nur Wände, sondern zerstörten auch Scheiben und Lampen.
Eltern müssen Schäden begleichen
"Die Beschuldigten, die zum Zeitpunkt der Tat mindestens 14 Jahre alt waren, müssen sich jetzt strafrechtlich verantworten", betont Polizeisprecher Hermann Schwichtenberg. Und für ihre Eltern wird es teuer, denn sie haben die Schäden zu begleichen.
Abgesehen hatten es die Jugendlichen besonders auf die Toilettenfenster der Marner Regionalschule, insgesamt schlugen sie 28 Scheiben ein. Groß sind die Schäden aber auch durch die Graffiti. "Die Farben von den Steinen zu entfernen, ist sehr aufwändig", berichtet Könnecke, der betont, dass die Taten nicht während der Schulzeiten begangen wurden, sondern in Wochenend-Nächten.
Auch Schmierereien in St. Michaelisdonn
Ein Fall war besonders gravierend: Drei Fensterscheiben der Toilettenräume der Regionalschule sowie eine Fensterscheibe zum Lehrerzimmer der Grundschule wurden zerstört. Außerdem besprühten die jugendlichen Täter drei Schulwände der Regionalschule sowie eine Wand der angrenzenden Sporthalle mit schwarzer Farbe und Graffiti. Der Schaden belief sich allein in diesem Fall auf 3000 Euro.
Neben der Regionalschule verunzierten die Jugendlichen auch mehrere Wände vom "Haus der Jugend" in Marne. Hier lag der Schaden bei 1500 Euro. Ähnlich lief es an der Regionalschule im Nachbarort St. Michaelisdonn. Der Hausmeister benötigte vier Stunden für die Reinigung der Wände.
(db, shz)

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