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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 21:06 Uhr

Klinik : Politiker billigen Entwurfspläne

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Einstimmiges Votum der Kellinghusener Ratsversammlung für das Projekt auf dem ehemaligen Kasernengelände. Dort soll eine Klinik für Privatpatienten entstehen.

von
erstellt am 26.Okt.2013 | 16:00 Uhr

Die Klinik-Pläne auf dem ehemaligen Kasernengelände sind wieder ein Stück vorangeschritten. Die Ratsversammlung hat Donnerstagabend den Entwurf des entsprechenden Bebauungsplanes Nummer 52 gebilligt und die öffentliche Auslegung beschlossen. Die Politiker stimmten den Plänen nach nur kurzer Diskussion einstimmig zu. Wie berichtet, plant der Rethwischer Textilunternehmer Abdul Matin Tatari auf dem Gelände den Bau einer Klinik und eines Reha-Zentrums für Privatpatienten, die überwiegend aus dem Ausland kommen sollen.

Die Grundzüge der Planung stellten die Landschaftsarchitekten Birgit und Richard Möller vor. Das Ehepaar hatte bereits die Planung des ehemaligen Bundeswehrgeländes für die vorherigen Besitzer, die dort einen Sportpark errichten wollten, dann jedoch in Konkurs gingen, erarbeitet. Grundtenor: „Der parkartige Charakter bleibt weitgehend erhalten“, so Birgit Möller. Zum großen Teil bleiben auch die Gebäude stehen, sie werden allerdings modernisiert oder vergrößert. Der B-Plan bietet aber auch Raum für eventuelle Erweiterungen. Geplant sind in den bestehenden Häusern unter anderem Hotels, Schwesternwohnheim, OP-Zentrale (ehemaliges Offizierscasino), Krankenhaus und Reha-Bereiche mit Nutzung der Sporthalle und der Sportplätze. Neu errichtet werden bis zu zwölf Einfamilienhäuser für Familienmitglieder der Patienten und drei Häuser für die Klinikleitung.

Im südlichen Bereich soll ein so genanntes eingeschränktes Gewerbegebiet entstehen, dort befinden sich große Lagerhallen. Hier darf sich jedoch nur nicht störendes Gewerbe ansiedeln. „Damit fällt alles weg, was laut ist oder stinkt.“ Erlaubt seien unter anderem Geschäfte aus dem Fitness- oder Wellnessbereich, aus dem Gesundheitsbereich oder auch ein Friseur. Die Anbindung des Gebietes erfolgt über die Luisenberger Straße, „dann muss der Verkehr nicht über das Klinikgelände fahren.“ Für diesen Bereich bleibt die Zufahrt wie bisher über den Lockstedter Weg.

Abgerissen werden müssen laut der Planerin die ehemaligen Baracken der Amerikaner, auch weil diese baufällig sind. Besonderheit: Darin befindet sich eine Schwalbenkolonie. Für diese Vögel wird deshalb eine neues Schwalbenhotel auf dem Gelände errichtet.

Für den Bebauungsplan gilt ein beschleunigtes Verfahren, das „heißt aber nicht, dass wir inhaltlich etwas weggelassen haben“, betonte Birgit Möller. Erfordernisse wie Schallgutachten oder biologisches Gutachten wurden erfüllt, auch eine Unterrichtung der Öffentlichkeit habe bereits stattgefunden (wir berichteten).

Der Investor Abdul Matin Tatari hofft, dass er im Frühjahr die ersten Patienten kommen können. Zuerst soll der Reha-Bereich geöffnet werden. In weiteren Etappen – möglichst in den nächsten fünf Jahren – soll das 15-Millionen-Euro-Projekt dann fertiggestellt werden. Zielgruppe sind vor allem Privat-Patienten aus Asien, den Golfstaaten und aus Nordafrika. Für sie wird im ersten Schritt ein Orthopädiebereich gebaut, später kommen noch die medizinischen Bereiche Urologie und Chirurgie hinzu. Da die Operationssäle erst im Herbst zur Verfügung stehen, ist geplant, die ersten Operationen in Hamburg oder Itzehoe vorzunehmen.

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