Politik sieht Luxusdenken

Statt neuer Sporthalle lieber Steinburg-Schule sanieren

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19. Januar 2015, 14:05 Uhr

Die Mitglieder des Bauausschusses im Steinburger Kreistag standen sichtlich noch unter dem Eindruck einer Ortsbesichtigung. Das Gremium hatte sich vor der jüngsten Sitzung mit den Räumen einer Außenstelle der Steinburg-Schule in der Itzehoer Brunnenstraße vertraut gemacht. Einhelliger Tenor: Vor allem im Interesse der Schüler gibt es hier dringenden Handlungsbedarf. Konkrete Beschlüsse wurden nicht gefasst, wohl aber wurde deutlich, wo es hinlaufen könnte.

Das Kreisbauamt hatte unter Punkt Mitteilungen Kostenschätzungen für eine auf der Tagesordnung stehende Sanierung der Sporthalle am Glückstädter Detlefsengymnasium aufbereitet. Danach würde eine Sanierung der bestehenden Halle gut 2,6 Millionen Euro kosten. Ein Neubau in einer dann auf 22 mal 45 Meter vergrößerten Halle würde mit knapp fünf Millionen, eine mit 27 mal 45 Metern sogar Bundesliga taugliche Halle fast 5,4 Millionen Euro kosten. Auf Nachfrage des CDU-Abgeordneten Peter Mohr, ob sich die Stadt finanziell beteiligen werde, sei aus Glückstadt ein klares Nein gekommen.

Für Ausschussmitglied Heiko Fischer (FDP) herrscht in Glückstadt allerdings ein gewisses Luxusdenken vor. Er meinte: „Wir sollten uns jetzt erst einmal um die Steinburg-Schule kümmern.“ Volker Susemihl (SPD) pflichtete dem bei: „Ganz so schlecht ist die Halle nicht.“ Und außerdem sei Glückstadt in den vergangenen Jahren sehr gut bedient worden, was auch Helmut Unger (Freie Wähler) unterstrich. Laut Bauamt ist mit der Hallenplanung allerdings der Einbau einer neuen Heizungsanlage verbunden.

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