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Diebstähle : Politik sagt Einbrechern den Kampf an

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Vandalismus und Diebstähle – davon war in diesem Jahr desöfteren die Hohenlockstedter Bücherei betroffen. Mehr Licht soll die Einbrecher jetzt abhalten.

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erstellt am 31.Okt.2013 | 11:45 Uhr

Die Hohenlockstedter Bücherei ist beliebt – nicht nur bei den Lesern. Auch für Einbrecher ist die öffentliche Einrichtung ein begehrtes Ziel. Mehrere Male wurde sie in diesem Jahr heimgesucht, Einrichtungsgegenstände wurden verwüstet, elektronische Geräte gestohlen. Vor einigen Wochen musste die Bücherei deshalb sogar für einige Tage geschlossen werden.

Künftig soll es den Einbrechern nicht mehr so leicht gemacht werden. Das Bücherei-Gebäude soll gesichert werden. Von einer ursprünglich angedachten Alarmanlage rückten die Mitglieder des Bauausschusses während ihrer jüngsten Sitzung allerdings wieder ab, Experte Stephan Binsch von der Provinzial-Versicherung empfahl den Politikern als ersten Schritt mehr Licht. „Was Täter nicht mögen, ist Helligkeit“, betonte der Kellinghusener, der für seine Versicherung im ganzen Amtsbereich für Fragen rund um diesen Sachverhalt zuständig ist.

„Einbruch-Diebstähle steigen fast wöchentlich, besonders Schulen und andere öffentliche Einrichtungen sind betroffen“, erklärte Binsch. Im Amtsbereich habe es fünf Großschäden in Schulen gegeben, auch das Jugendzentrum sei betroffen gewesen. Im Gegensatz dazu sei die Aufklärungsquote auf 15 Prozent gesunken. „Und sie sinkt weiter.“ Die Täter kämen meist nicht aus der Gegend, sondern seien Durchreisende, die sich ganz bewusst einen Ort vornähmen und dann wieder verschwänden.

Die Gemeindevertretung hat zwar bereits 4000 Euro für eine Alarmanlage bereitgestellt, doch nach Aussage von Binsch tut es auch eine bessere Beleuchtung mit Bewegungsmeldern im Inneren und auch im Außenbereich der gefährdeten Gebäuden. „Wenn Licht angeht, wird kein Einbrecher arbeiten.“ Vorteil dieser Lösung: Die Kostens seien überschaubar. Außerdem schlug der Experte vor, Bäume und Büsche, die das Gebäude verdecken, zurückzuschneiden. Diesen Vorschlägen folgte der Bauausschuss einstimmig.

Stephan Binsch kritisierte in diesem Zusammenhang auch die Polizeireform, der im Kreis Steinburg kleine Dienststellen zum Opfer gefallen sind. „Wir sind nicht glücklich darüber.“ Die Reform habe dazu geführt, dass die Orte jetzt attraktiv für Diebstähle geworden seien.

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