Poetry Slam mit „echten Gefühlen“

Gestalteten den Poetry Slam (v. l.): Nele Böge, Daniela Rentzow, Stefanie Butte, Svenja Böge Hanna Lange und Alessio.
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Gestalteten den Poetry Slam (v. l.): Nele Böge, Daniela Rentzow, Stefanie Butte, Svenja Böge Hanna Lange und Alessio.

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24. Dezember 2016, 07:00 Uhr

Eigentlich lasen sie ihre Texte vom Manuskript ab – aber in der Not tat es auch ein Smartphone. Beim „Winter X-mas Poetry Slam“ in der Lauschbar musste Teilnehmerin Stefanie Butte improvisieren, nachdem sie ihr erster Text schon in Richtung Finale getragen hatte.

Vor 70 Zuhörern wagten sich zum zweiten Mal sieben Teilnehmerinnen der Poetry-Slam-AG an der Auguste-Viktoria-Schule (AVS) vor das Publikum. Die eigenen Texte trugen sie innerhalb des selbst gesteckten Zeitlimits von sechs Minuten vor. Philosophische Betrachtungen über das Leben, die Eltern, die Liebe und das Leiden und vieles mehr brachten viel Applaus vom Publikum ein.

Es ging Schlag auf Schlag. Fünf Zuhörer waren zur Jury bestimmt, die auf Bewertungsbögen ihr Urteil zwischen „1“ („Schlecht“) und „10“ („Überdurchschnittlich gut“) abgeben und nach fünf Sekunden hoch halten mussten. Titelverteidigerin Hanna Lange (19) aus der 12. Klasse und Stefanie Butte traten nach zwei Durchläufen im Finale gegeneinander an. Gewinnerin Stefanie Butte durfte einen weiteren Text vortragen – wieder abgelesen vom Handy. Gesungen wurde auch, das übernahm in der Pause und nach dem Slam der Itzehoer Alessio.

Das gefiel den Zuhörern. So sagte Nele Loos, Klasse 12b: „Alle Texte waren verschieden, aber alle auf ihre Weise gut. Es war für jeden etwas dabei, und der Sieg war verdient.“ Siegerin Stefanie Butte war hinterher völlig geschafft: „Das ging unter die Haut, war authentisch – echte Gefühle“, sagte sie, noch voller Adrenalin.

Die nächste Chance gibt es im April, wie AG-Leiterin Daniela Rentzow ankündigte. Dann ist der nächste Poetry Slam geplant.

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