Plietschhuus geht an den Start

Besichtigten das Plietschhuus (von links): Heinz Seppmann, Silke Schneider, Diane Danielsen, Clemens Preine und Elsbet Glindemann.
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Besichtigten das Plietschhuus (von links): Heinz Seppmann, Silke Schneider, Diane Danielsen, Clemens Preine und Elsbet Glindemann.

Tag der offenen Tür am Sonnabend / Staatssekretärin informierte sich über das beispielhafte Projekt in der Grundschule

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06. Juli 2015, 11:33 Uhr

Ein Ort des Lernens und Lebens in der Gemeinsamkeit - so stellt sich Heinz Seppmann, Vorsitzender des Schulverbandes Brokstedt, die Zukunft im Plietschhuus vor. Das Haus wird nach monatelangen Umbauarbeiten am Sonnabend, 11. Juli, offiziell mit einem Tag der offenen Tür und einem großen Programm eingeweiht. Neben Grundschule und Hort haben dort auch Senioren, Archiv, Bücherei, Fitnessgeräte, Therapieangebote sowie Vereine und Verbände ihren Platz gefunden. 870    000 Euro hat der Umbau gekostet, mit 700  000 Euro war das Land der größte Geldgeber. Über die Verwendung der Förderung informierte sich einige Tage vor der Einweihung Umwelt-Staatssekretärin Silke Schneider im Plietschhuus.

„Wir hoffen, dass jetzt alles schön zusammenwächst“, betonte Diane Danielsen, stellvertretende Schulverbandsvorsitzende. Das Projekt sei eine Herzensangelegenheit gewesen, nicht nur der Gemeinde, sondern des gesamten Umlandes. Deshalb habe auch der Schulverband die Trägerschaft des Projektes übernommen, nachdem die Idee innerhalb der Gemeinde Brokstedt geboren worden sei. Dies sei möglich gewesen durch die Schließung der Hauptschule, dadurch seien Räume freigewesen, ergänzte Seppmann. Fast alle Räume seien beim Umbau angefasst worden, Decken und Beleuchtungen wurden geändert, die Energieeffizienz wurde verbessert. „Wir sind mit der Summe punktgenau hingekommen. Wir haben keine Schulden gemacht, aber haben auch keinen Pfennig über.“

Dass aus der einst reinen Schule ein Treffpunkt für Jung und Alt und ein Bildungszentrum wird, begrüßt auch Schulleiterin Elsbet Glindemann. Um Kinder ihren Fähigkeiten entsprechend zu fördern, seien schon frühzeitig Lerntherapeuten von außerhalb in die Schule geholt worden. Der Erfolg habe der Schule Recht gegeben. „Es es gut, Menschen mit anderen Blickwinkeln mit ins Boot zu holen, damit wir kein Kind zurücklassen.“ Denn das sei die wichtigste Aufgabe. Auch eine Ergotherapeutin wolle sie noch gern an die Schule holen, nur hier machten die Berufsverbände nicht mit, sagte Elsbet Glindemann gegenüber Silke Schneider, von der sie sich Unterstützung erhoffte. Die Umwelt-Staatssekretärin nannte das Broksteder Vorhaben „beispielhaft“ in Schleswig-Holstein. „Es kann als Modell für andere Regionen im Land dienen.“

Alle Brokstedter und Bürger der Umlandgemeinden können sich am Tag der offenen Tür am Sonnabend, 11. Juli, ab 11 Uhr ein Bild von der Einrichtung machen. Geplant ist ein umfangreiches Programm von Vereinen und Verbänden, die das Plietschhuus künftig nutzen wollen. Von 11 bis 15 Uhr gibt es auf dem Schulhof einen Flohmarkt vom TSV Brokstedt, in derselben Zeit werden im neuen Kulturraum Filme und Dias über Brokstedt gezeigt. Gleichzeitig geben auch Schüler- und Seniorenbücherei einen Einblick in ihre Räume. Die Arbeit des Archivs wird zwischen 11 und 15 Uhr Klaus-Dieter Westphal vorstellen. Das Schüler-Fantasie-Theater Max & Moritz tritt ab 15 Uhr im Kulturraum auf, ab 19 Uhr gibt es dort Blues, Swing und Jazz mit der Band Blackbox. Darüber hinaus sind stündlich Führungen durch das Gebäude geplant. Außerdem lädt von 11 bis 15 Uhr auch das Rote Kreuz von 11 bis 15 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ins DRK-Gebäude ein.

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