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Fördermittel : Plietsch-Hus für die ganze Region

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Finanzministerin Monika Heinold informierte sich in Brokstedt.

Das Plietsch-Hus in Brokstedt – ein Projekt mit Modellcharakter für Schleswig-Holstein. „Das ganze Land schaut auf uns“, sagte gestern Nachmittag Bürgermeister Clemens Preine beim Besuch der schleswig-holsteinischen Finanzministerin Monika Heinold (Die Grünen). Die Landespolitikerin informierte sich im Rahmen ihrer Sommertour über das einzigartige Projekt in der Grundschule, das ein Treffpunkt für Jung und Alt und ein regionales Bildungszentrum werden soll. 810 000 Euro wurden für Umbau und Sanierung veranschlagt, mit 700 000 Euro ist Kiel dabei.

Um einen Eindruck von der Verwendung der Fördermittel zu bekommen, steuert Heinold während ihrer dreitägigen Sommertour landesweit 16 Projekte an, eines davon in Brokstedt. „Es ist wichtig, dass ich die Projekte gesehen habe und überzeugt davon bin.“ Denn sie müsse diese gegenüber anderen verteidigen, die nicht in so einer Höhe gefördert würden.

Für Monika Heinold war der Besuch dabei eine Rückkehr in ihre Kindheit. Die jetzige Finanzministerin wuchs im Nachbarort Hardebek auf und ging in Brokstedt zur Schule. Dort war sie unter anderem Klassenkameradin von Clemens Preine.

Träger des Umbaus und des Projektes ist der Schulverband, dem neun Gemeinden aus den beiden Kreisen Steinburg und Segeberg angehören. Ausgangspunkt war allerdings die Gemeinde Brokstedt, in der die Idee des Plietsch-Huses entstand und zusammen mit zahlreichen Vereinen und Gruppierungen mit Leben erfüllt wurde. „Auslöser war die Frage, wie könnte unser Dorf 2020 aussehen“, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin Diane Danielsen. In zahlreichen Workshops und Arbeitskreisen seien die Ideen dann vorangetrieben worden.

Ein Gebäude war auch schnell gefunden, denn nach Schließung der Hauptschule standen einige Räume in der jetzigen Grundschule leer. Dort soll nach Umbau und energetischer Sanierung ein regionales Bildungszentrum für Brokstedt und Umgebung entstehen, in dem „sich Alt und Jung begegnen und in dem es mehr Freude am Lernen gibt“, betonte Schulverbandsvorsteher Dr. Heinz Seppmann. „Es soll ein Hort des Lebens werden.“

So soll unter anderem die vorhandene Schulbücherei durch die Seniorenbücherei ergänzt werden, es gibt ein Archiv, einen Kultur-Raum, der am Nachmittag den Vereinen zur Verfügung steht, sowie Therapieräume – beispielsweise für Sprach- und Lerntherapie –, die von den Schülern auch während der Schulzeit aufgesucht werden können. Dies wünscht sich auch Schulleiterin Elsbeth Glindemann, die sich unter anderem vorstellen kann, dass dann Senioren den Schulkindern vorlesen.

Die Ausschreibung läuft bereits, in den nächsten Monaten soll mit den Umbauarbeiten begonnen werden.

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erstellt am 19.Aug.2014 | 12:00 Uhr

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