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Norddeutsche Rundschau

14. Dezember 2017 | 05:50 Uhr

Platz schaffen fürs Windgeschäft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Friedrich A. Kruse jun. baut ehemaliges Behrens-Gelände am Südkai zum Außenlager für Windkraftanlagen um

Das international operierende Speditions- und Logistikunternehmen Friedrich A. Kruse ist an seinem Stammsitz Brunsbüttel weiter auf Expansionskurs. Seit Anfang August ist das von den Geschäftsführern Friedrich A. Kruse und dessen gleichnamigem Sohn als 29-jähriger Juniorchef geführte Unternehmen im Besitz der dreieinhalb Hektar großen Fläche der Otto Behrens Lagerhäuser am Brunsbütteler Südkai. Zwei Hallen bleiben bestehen, fünf weitere wurden mittlerweile abgerissen.

Die beiden Hallen verfügen über eine Lagerfläche von rund 9000 Quadratmetern. Zwischen den beiden Hallen ist durch den Gebäudeabriss eine fast zwei Hektar große Außenfläche zur Lagerung von Bauteilen der Windkraftindustrie geplant. Auf diesem Gebiet pflegt die Firma Kruse schon seit längerem eine enge Zusammenarbeit mit dem Anlagenbauer Senvion und unterhält dessen Zentrallager an der Schleswiger Straße. In der direkten Lage des früheren Behrens-Geländes am Nord-Ostsee-Kanal sieht Kruse jun. einen attraktiven Standort für das neue Engagement im Lager- und Logistikbereich. „Unser Ziel ist es, unsere Aktivitäten in der Windindustrie auszuweiten“, kündigte der Kruse jun. an.

Zunächst gilt es jetzt, die Flächen und die Hallen für die Lagerung der Windkraft-Großanlagen vorzubereiten. Auch ein noch bestehendes Büro soll wieder auf Vordermann gebracht werden. Eine der beiden Hallen soll weiterhin für die Getreideeinlagerung vorgehalten werden. Auch hier ist die Anbindung an den Kanal von großem Vorteil.

Mit dem Einstieg des 29-Jährigen in die Geschäftsführung ist mittlerweile die fünfte Generation mit am Ruder des Firmenschiffes. Friedrich A. Kruse jun. stellte ein weiteres neues Engagement seines Betriebes vor. Dazu hat Kruse einen Vertrag mit der Reederei Elb-Link abgeschlossen, um auf deren neuer Elbfähre zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven „unbegleitete Transporte“ möglich zu machen. „Unsere Kunden sind darüber informiert“, sagte der Firmensprecher.

Die Spedition Kruse will mit dem Einsatz von besonders wendigen Zugmaschinen die Sattelauflieger mit Containern oder per Container-Chassis aus dem südlichen Dänemark sowie den Kieler Ostseehäfen ebenso wie von der Brunsbütteler chemischen Industrie auf die Elbfähre bugsieren, die dann auf der Cuxhavener Seite auf die gleiche Weise an Land gebracht werden. Dort könnten – je nach Kundenwunsch – wieder Kruse-Fahrzeuge oder auch andere Anbieter den Weitertransport übernehmen. Auch in der Gegenrichtung sind diese Transporte möglich. Die Fährkosten für Fahrer und Zugmaschine entfallen. Eine Transportschiene, die deutlichen Kostenvorteil für die Wirtschaft bietet. „In den nächsten Tagen geht es los“, kündigte der Juniorchef den ersten unbegleiteten Transport an.


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