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Norddeutsche Rundschau

14. Dezember 2017 | 01:29 Uhr

Abriss am klinikum : Platz für Medizin-Zentrum

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Rettungswache am Klinikum Itzehoe wird abgerissen für Erweiterung des Ärzte- und Dienstleistungszentrums.

von
erstellt am 17.Jan.2014 | 05:00 Uhr

Die neue Rettungswache am Klinikum Itzehoe ist in Betrieb, in zwei Wochen wird sie – wegen des Sturms „Xaver“ verspätet – offiziell eröffnet. Die alte Wache wird derzeit abgerissen. Sie macht Platz für die Erweiterung des Ärzte- und Dienstleistungszentrums.

Seit zwei Jahren standen die Rettungsfahrzeuge, angeschlossen an provisorische Steckdosen, im Freien, weil sie nicht mehr in die Garagen passten. Vor Dienstbeginn mussten sie in der Halle aufgewärmt werden. Volker Böhm, Leiter des Einsatzdienstes der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH), berichtet auch von im wahrsten Sinne des Wortes fließenden Übergängen im hygienischen Bereich. „Suboptimal“ nennt Krankenhausdirektor Bernhard Ziegler mit aller Zurückhaltung die Zustände. „Es war Zeit für einen Neubau.“

Von diesem aus können die Mitarbeiter den Abriss ihrer alten Dienststelle verfolgen. Etwa einen Monat soll er dauern, dann ist Platz für den Neubau. Der wiederum solle möglichst im Laufe des zweiten Quartals beginnen und knapp zwei Jahre dauern, sagt Ziegler. Zehn Millionen Euro sind in einer früheren Kalkulation für den Bau veranschlagt worden. Ausstattung ist nicht enthalten, und Förderung vom Land gibt es nicht.

Das Komplexeste im Neubau ist ein Hybrid-Operationssaal. Dort könne unter höchsten Hygiene-Bedingungen gleichzeitig operiert und durchleuchtet werden, so Ziegler. „Das eröffnet völlig neue Möglichkeiten.“ Die Patienten kommen über einen unterirdischen Tunnel aus dem Hauptgebäude, in dem kein Platz mehr war für einen weiteren OP-Saal. Die Planung des Hybrid-OPs sei aber schwieriger und koste mehr Zeit als gedacht. Hinzu kommen zwei Säle für ambulantes Operieren – der Bedarf werde steigen, und letztlich sollten sie auch die Kapazitäten der Glückstädter Klinik ersetzen, erläutert der Krankenhausdirektor.

Steht der zweite Bauabschnitt, wollen laut Ziegler fast alle Mieter des bisherigen Ärzte- und Dienstleistungszentrums mehr Platz nutzen: Sanitätshaus, Pflegedienst sowie die Praxen für Physiotherapie und Dialyse. Der Blutspendedienst soll einziehen, ebenso das Medizinische Versorgungszentrum aus der Viktoriastraße 2 mit den Zweigen Chirurgie, Gynäkologie und Hals-
Nasen-Ohren-Medizin. Das zweite MVZ in der Viktoriastraße 8 sei ausgereizt, sagt Ziegler. Der Neubau am Klinikum ist in den letzten Zügen der Planung, und auch alle anderen Vorbereitungen laufen: „Wir sind dabei, die Verträge mit den Mietern zu machen bzw. anzupassen.“

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