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Norddeutsche Rundschau

12. Dezember 2017 | 04:13 Uhr

Großprojekt : Platz für 120 Wohngebäude

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Im neuen Breitenburg-Park ist die alte Fritsch-Kaserne fast schon komplett dem Erdboden gleichgemacht. Bald können hier 500 Menschen leben. Schon gibt es eine große Nachfrage aus dem Hamburger Raum.

shz.de von
erstellt am 14.Sep.2013 | 17:00 Uhr

Es ist das mit Abstand größte Wohnungsbauprojekt in der Region: Innerhalb von nur zwei Jahren sollen im neuen Breitenburg-Park 120 Wohnbauplätze entstehen. Hinzu kommen Flächen für ein Gewerbe- und für ein Mischgebiet. „Das bringt 120 Familien mit Kindern in unser eher strukturschwaches Gebiet“, erhofft sich der CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Jörn Arp einen wichtigen Schub auch im Kampf gegen die demografische Entwicklung. Gemeinsam mit seinen Landtagskollegen Heiner Rickers und Johannes Callsen informierte er sich vor Ort.

„Am Ende geht es um ein Investitionsvolumen von rund um die 50 Millionen Euro“, rechnete Maximilian May vor, welche Bedeutung das Projekt auch für Bauwirtschaft und Handwerk hat. Der Vertreter der May und Co. Wohn- und Gewerbebauten GmbH in Itzehoe rechnet damit, dass alle baurechtlichen Fragen bis zum Jahresende abgearbeitet sind. Aktuell fehlt nur noch der Satzungsbeschluss. Parallel dazu soll sofort mit den Erschließungsarbeiten begonnen werden. Die Abbrucharbeiten für die alten Kasernengebäude sind bereits in vollem Gange. Die 2007 geräumte alte Frisch-Kaserne ist bereits dem Erdboden fast gleich gemacht.

„Wenn eine Region erfolgreich sein will, muss sie auch Flächen anbieten können“, sagte Maximilian May. Nach seiner Darstellung gibt es nicht nur großen Bedarf, sondern auch schon eine rege Nachfrage – vor allem aus dem Hamburger Raum. „Die Menschen wollen nicht bis zur Hälfte ihres Nettoeinkommens fürs Wohnen ausgeben“, setzt May auf einen entscheidenden Trumpf: im Vergleich zum Hamburger Speckgürtel günstige Preise bei gleichzeitig guter Verkehrsanbindung direkt neben der Autobahn. May: „Sonst hätten wir das Gelände der Fritsch-Kaserne auch nicht übernommen.“ Ein Angebot für Kellinghusen habe man wegen schlechter Verkehrsanbindung denn auch dankend abgelehnt.

80 bis 120 Euro sollen die Grundstücke kosten. Ehrgeiziges Ziel: Innerhalb von zwei Jahren soll alles verkauft und möglichst bebaut sein. „Wir wollen den Menschen keine ewigen Baustraßen zumuten.“ Um das Ziel zu erreichen, wirbt May mit Preisen leicht unterhalb des Marktniveaus. Von der Gestaltung her sind die Bauherren frei. „Ob skandinavisch, Rotklinker oder Bungalow, gerade der Mix macht die Attraktivität aus“, so May. Mitte 2014 könnte für viele Familien schon Baubeginn sein. Neben der Wohnbebauung gibt es ein kleines Mischgebiet mit Dienstleistern wie vielleicht einer Bäckerei oder einem Arzt. Die noch gut erhaltenen und stabilen Sport- und Panzerhallen bleiben stehen. Hier könnte sich Gewerbe ansiedeln. „Im Grunde entsteht hier ein ganz neuer Stadtteil“, umschreibt May noch einmal die Dimensionen des insgesamt 38 Hektar großen Areals. Das hatte in der Vergangenheit wegen seiner vorübergehenden Einsamkeit allerdings auch schon Diebe angelockt. Vor allem Metall ist angesichts hoher Preise heißbegehrt. In einem Fall sorgten allerdings speziell ausgelegte Nagelbretter für Abhilfe. Ein mit zwölf Tonnen Eisen beladener Transporter mit Fahrern osteuropäischer Herkunft kam nur bis zur Autobahnauffahrt. Dann waren die Reifen platt. Wenn alles nach Plan läuft, muss man sich über unbeobachtete Diebe in gut zwei Jahren ohnehin keine Gedanken mehr machen. Haushalte mit jeweils vier Personen unterstellt, werden hier dann rund 500 Menschen leben. Zum Vergleich: Das entspricht von der Bevölkerungszahl her fast einer Gemeinde wie Rethwisch.

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