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Platt-Leser überzeugen Jury mit spannenden Geschichten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

von
erstellt am 29.Mär.2016 | 10:56 Uhr

Spannung lag in der Luft der Stadtbücherei: Zum Landschaftsentscheid beim Vorlesewettbewerb „Schölers leest Platt“ traten dort Mädchen und Jungen aus Grundschulen sowie Acht- bis Zehntklässler aus weiterführenden Schulen des Kreises an. „Ihr habt alle über 100 Punkte, so etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagte Jurysprecherin Antje Ballin nach dem Entscheid für die jüngsten Teilnehmer. Den ersten Platz heimste Thore Kraus aus Wrist ein. Platz zwei erlas sich Jannis Below aus Kellinghusen, gefolgt von Marietta Lamp aus Wasbek. Zwei vierte Plätze teilten sich Ceylan Aslan aus Arpsdorf und Sören Paul Holst aus Lohbarbek.

Durch die Veranstaltung führte Jan Niemann, Beauftragter für die plattdeutsche Sprache an den Schulen des Kreises. „Ihr sei doch schon alle Sieger“, dämpfte er die Aufregung vor dem großen Auftritt. Denn wer in der Stadtbücherei am Vorlesetisch Platz nahm, hatte bereits die jeweiligen Schulentscheide erfolgreich hinter sich gebracht. Zur Entspannung bei trug außerdem Jurymitglied Gerit Hoss mit einem plattdeutschen Lied. Erstaunt hörten die Kinder und das erwachsene Publikum nach dem perfekten Platt-Vortrag, dass der Sänger und Mitarbeiter des NDR („Hör mol en beten to“) erst vor drei Jahren mit der niederdeutschen Sprache in Berührung kam.

An eine Begrüßung op Platt wagte sich auch Malte Wicke (BFK). Der Bürgervorsteher freute sich über das Interesse in den allgemeinbildenden Schulen am Plattdeutschen Lesewettbewerb. Seit 37 Jahren werde die Veranstaltung mit großem Erfolg vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHHB) mit den Sparkassen, der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein und der Büchereizentrale Schleswig-Holstein unter der Schirmherrschaft des Landes organisiert, so Wicke. Sein Dank galt zudem den Landfrauen, die mit ihrer Vorsitzenden Magrit Göttsche in der Jury vertreten waren und überdies für die Verköstigung in der Lese-Pause sorgten. Im fünfköpfigen Gremium außerdem vertreten: Kathrin Wiesenberg von der Speeldeel Itzehoe und Silke Kühl von der Sparkasse. Vorgetragen wurden die Geschichten „Pilzmahltied“ von Heinke Hannig sowie - von den kleinen Vorlesern gleich zwei Mal ausgewählt - „De grote Unkel Max“ von Sigrun Sachs und „Immer op de Lütten“ von Hans Wilkens.

In der Haut der Jury möchte er nicht stecken, sagte Niemann nach den durchweg tollen Lesungen. Zum „Utklabüstern“ der Siegerreihenfolge benötigten die Fachleute entsprechend lange. Als sie fertig waren, standen bereits die Schulsieger aus den achten bis zehnten Klassen vor der Tür. In ihrer Altersgruppe kamen auf den ersten bis dritten Platz: Momme Wulff aus Haselau, Philipp Mezger aus Itzehoe und Lara Musfeldt aus Hohenaspe. Lampenfieber gibt’s nun bei den Regionalentscheidungen sowie danach bei der großen Landesentscheidung auf der Landesgartenschau in Eutin.

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