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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 20:10 Uhr

Planung für Familienzentrum aufgenommen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Jugendpfleger stellte Konzept im Sozialausschuss vor

von
erstellt am 12.Nov.2014 | 17:03 Uhr

„Begegnung, Begleitung, Bildung, Beratung“ – unter dieser Überschrift soll vor Ort künftig ein Familienzentrum seine Dienste anbieten. Familien stärken und Bildungschancen von Kindern erhöhen, lautet die Vorgabe zu dem Landes-Projekt aus dem zuständigen Ministerium. Dabei liegt der Fokus auf den Kindertagesstätten. „Der Übergang von der Kita zur Schule soll effektiver vorbereit werden“, stellt Stadtjugendpfleger Karsten Hanstein (Foto) in seinem Konzept heraus.

Über mögliche Angebote zur Förderung und Unterstützung von Kindern und Familien in unterschiedlichen Lebenslagen mit unterschiedlichen Bedürfnissen, hatte der Fachmann bereits in vorvergangenen Sozialausschuss unterrichtet. In der jüngsten Sitzung unter Leitung von Henning Schlüter (BFK) stellte er eine Kurzfassung eines von ihm erarbeiten Konzepts vor. Nach eingehender Diskussion entschieden die Sozialpolitiker mehrheitlich – und vorbehaltlich der Zustimmung der Ratsversammlung – einen Förderantrag für die konzeptionelle Vorarbeit der Verwaltung zu stellen.

Knackpunkt in der Beratung der „inhaltlich hervorragenden Sache“ war vor dem Hintergrund eines engen kommunalen Finanzrahmens vor allem die Dauerhaftigkeit der Landesförderung. Amtsmitarbeiter Jürgen Rebien unterstrich: „Es gibt momentan keine abschließende Regelung, worauf wir bauen können.“ Bislang sind Fördermittel in Höhe von insgesamt 25 000 Euro für den Betrieb der Einrichtungen offenbar nur für 2015 gesichert. Laut Landesvorgabe sollen 20 000 Euro für eine Halbtagsstelle und 5000 Euro für sächliche Ausgaben verwendet werden.

Bürgermeister Axel Pietsch (BFK) unterstrich die „volle Rückendeckung“ durch die örtlichen Kitas. „Die wollen alle gerne mitmachen“, bestätigte Hanstein. Und: Das frühe Investment werde sich später rechnen, stellte er den Politikern gegenüber heraus. Neben den sogenannten aufsuchenden Hilfen in den Kitas soll das Familienzentrum im Mehrgenerationenhaus/ Jugend- und Kulturhaus „Die Bude“ sein Zuhause finden. Laut Hanstein könnten dort unterschiedliche Kooperationspartner Aktivitäten für und mit Kindern, Jugendlichen und Familien aus der Stadt und dem Umland anbieten. „Immer mit dem Ziel, die Lebensbedingungen von ökonomisch schwachen sowie Familien mit Migrationshintergrund aus Stadt und Land zu verbessern.“

So sollten Eltern bei der Entwicklungsförderung ihrer Kinder unterstützt sowie der Schulerfolg von Kindern und deren Sprachentwicklung gefördert werden. „Notwendig sind außerdem die Wissensvermittlung und die Stärkung von Selbsthilfestrukturen und Eigeninitiativen“, so der Stadtjugendpfleger. Zentrales Anliegen des Familienzentrums sei, ein bildungsfreundliches Klima mit dem Schwerpunkt Frühförderung für Kinder zu schaffen.

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