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Kirchenjubiläum : Plädoyer für Aufbruchstimmung

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

250 Jahre Brokdorfer Kirche – Bischofsvertreter Gothart Margaard betont bei der feierlichen Veranstaltung: „Ein solcher Festtag verleiht vielleicht auch Flügel.“ Er ermuntert die Gemeindeglieder zu mehr Glaubensstärke.

„Dies ist ein großer Tag!“ stimmte der Brokdorfer Gesangverein zum Auftakt des Festgottesdienstes an und traf damit den Nagel auf den Kopf: Brokdorf feierte im voll besetzten Gotteshaus den 250. Geburtstag seiner St.-Nikolaus-Kirche. Die Predigt hielt Bischofsvertreter Gothart Magaard. „Ein solcher Festtag verleiht vielleicht auch Flügel“, betonte der Geistliche, um der Glaubensschwäche zu begegnen und zu mehr Glaubensstärke zu finden. „Mehr Aufbruchstimmung täte uns gut“, meinte Magaard.

Der Glaube sei wie ein Senfkorn, das ungeahnte Stärke aufbauen könne. Aus einem solchen Senfkorn sei vor 250 Jahre der Neubau der Brokdorfer Kirche entstanden, denn schon acht Monate nach dem Beschluss für den Kirchenneubau sei dieser im Oktober 1763 eingeweiht worden. „Acht Monate Bauzeit – so lange würde heute allein die Planung dauern“, bemerkte dazu Pastor Eckart Grulke. „Und noch länger, wenn die Denkmalspflege mitmischt“, fügte er scherzhaft hinzu. Gothart Magaard überbrachte die Glückwünsche der gesamten Nordkirche zum 250. Kirchengeburtstag. Er appellierte an die Gemeindeglieder, in ihrem Glauben zuversichtlich nach vorn zu schauen und den Auftrag der Kirche nicht aus den Augen zu verlieren. „Achten wir auf die Senfkörner im Glauben und im eigenen Leben.“

Als Vorsitzende des Kirchengemeinderats hatte Lisa Mohr die offiziellen Gäste begrüßt, an ihrer Spitze neben dem Bischofsvertreter auch Bürgermeisterin Elke Göttsche und Ehrenbürgermeister Eggert Block sowie eine sechsköpfige Delegation aus der polnischen Partnergemeinde Mlynary. Pastor Eckart Grulke dankte in einem Schlusswort dem Organisten Andreas Reinke und dem Brokdorfer Gesangverein unter der Leitung von Heinz Wessel für die musikalische Ausgestaltung des Festgottesdienstes. In einem kurzen Rückblick auf die Geschichte des Gotteshauses würdigte er vor allem das finanzielle Engagement der Kommunalgemeinde. Unter Führung des damaligen Bürgermeisters Eggert Block hatte die Gemeinde 1998 die grundlegende Renovierung der Kirche und den Einbau einer neuen Empore übernommen.

Im Namen der Gemeinde gratulierte Bürgermeisterin Elke Göttsche mit einem Präsent und der Zusage einer finanziellen Zuwendung für den Besuch eines Schülerchores aus Mlynary Ende dieses Monats. Sie lobte die Schönheit des Kircheninneren, das Wärme, Stille und Geborgenheit ausstrahle und helfe, Kraft und Mut zu schöpfen. Im Namen aller Vereine der Elbgemeinde überreichte Karl-Heinz Langbehn nicht nur eine zweite Vase für den Altar, sondern auch ein Geldgeschenk für die Unterstützung der Kinderkirche und der Pfadfinderarbeit.

Mit dem Wunsch, die Freundschaft zwischen Brokdorf und Mlynary weiter zu entwickeln und zu festigen, verband Bürgermeister Ryszard Zajac die Glückwünsche der masurischen Partnergemeinde. Er hatte zwei Geschenke mitgebracht: ein Nikolaus-Gemälde für Pastor Grulke sowie eine Schnitzarbeit mit dem Motiv der Jubiläumskirche für den Kirchengemeinderat. Mit dem Bürgermeister waren auch Ratsmitglied Grzegorz Boll, die Dorfschulzen Withold Falkowski und Maria Kawecka, Pressefotograf Krysztof Kosabudzki und Dolmetscherin Danuta Kosabudzki nach Brokdorf gekommen.

„Eine Kleinigkeit fehlt in dieser Kirche“, stellte Achim Franzen fest, als er die Glückwünsche der Nachbar-Kirchengemeinde St. Margarethen überbrachte. Er übergab einen Spiegel, um dem Organisten den Blick auf das Geschehen im Altarraum zu erleichtern. Ein Geschenk gab es auch für Christel Klein, die sich ehrenamtlich für die „offene Kirche“ in der Elbgemeinde einsetzt. Und alle Gottesdienstbesucher konnten das neu aufgelegte Faltblatt über die St.-Nikolaus-Kirche mit nach Hause nehmen. Unmittelbar nach dem Festgottesdienst begann vor der Kirche ein Gemeindefest, bei dem in einem Festzelt auch für einen Imbiss und Getränke gesorgt war. Das Blasorchester Wewelsfleth, der Brokdorfer Gesangverein, die Liedertafel St. Margarethen sowie die Akkordeongruppe Wilstermarschdeerns traten zur Unterhaltung der Gäste auf.

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erstellt am 11.Sep.2013 | 05:00 Uhr

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