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Piraten: Bei zu wenig Polizei lieber die Feuerwehr rufen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

„Es kann sich doch jeder halbwegs denkende Mensch an fünf Fingern abzählen, dass die Schließung der ländlichen Polizeistationen im Kreis Steinburg nicht ohne Folgen bleiben würde. Die von der Landesregierung zugesagten Reaktionszeiten im Ernstfall von unter zehn Minuten bis zum Eintreffen der Polizei können unter diesen Bedingungen kaum gehalten werden. Eigentlich müsste man den Menschen, die auf dem Land wohnen, raten, bei wirklicher Bedrohung jeglicher Art lieber gleich direkt die örtliche Feuerwehr zu rufen. Die kommt wenigstens noch zeitnah.“

So reagiert die Fraktionsvorsitzende Piraten im Steinburger Kreistag, Ilona Adamski, auf den personellen Aderlass bei der Polizeidirektion Itzehoe, die in den nächsten Jahren dutzende von Planstellen opfern muss. Die Polizeiführung hatte ihr Konzept dazu kürzlich vor Kreispolitikern vorgestellt (wir berichteten). Für die Piraten steht danach fest, dass die Innere Sicherheit nicht mehr flächendeckend gewährleistet werden könne. Hauptausschussmitglied Dr. Siegfried Hansen zollte vor diesem Hintergrund den Polizeibeamten ein besonderes Lob. „Sie arbeiten mittlerweile unter deutlich erschwerten Bedingungen und tun alles nur menschenmögliche, um für die Bevölkerung da zu sein.“ Von der Landesregierung forderte er allerdings ein Ende „des Ausverkaufs des ländlichen Raumes“.

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erstellt am 04.Feb.2015 | 11:53 Uhr

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