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Norddeutsche Rundschau

18. August 2017 | 01:46 Uhr

„Piep-Show“ als Waldspaziergang

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Exoten-Züchter aus Steinburg und Dithmarschen präsentierten sich wieder in der Bökelnburghalle

Es roch nach frischer Erde, Gras und herbstlichem Laub in der Bökelnburghalle. Lautstark zwitscherten Vögel inmitten kleiner Tannen und Koniferen, unter denen Moos, Äste, Rinden oder Eichenblätter lagen. Die Besucher der zweitägigen Ortsschau des Exoten- und Ziergeflügelzuchtvereines der AZ-Ortsgruppe Meldorf fühlten sich während ihres Rundganges wie auf einem Waldspaziergang. 30 Aussteller aus ganz Dithmarschen und Steinburg hatten ihre Ziervögel und Exoten mit zur Schau gebraucht und eine Waldlandschaft geschaffen, die den Besuchern beinahe den natürlichen Lebensraum der Vögel vermittelte. Unter dem Motto „Die Piep-Show des Nordens“ haben sich die Veranstalter damit längst einen guten Namen gemacht.

Aber auch andere Tiere, wie Meerschweinchen und Kaninchen, die Lefke (10) und Femke Marie Ewaldt (12) aus Meldorf mit zur Schau gebracht hatten, waren zu sehen. Die Mädchen züchten zudem auch Wellensittiche, wollten aber in Burg nun zur Freude der kleinen Gäste auch ihre „Schmusetiere“ zeigen. Begeistert waren die Besucher von der Idee des Exotenzüchters Jörg Hennings, der in einer Voliere Streifenhörnchen, die unseren heimischen Eichhörnchen ähnlich sind, ausstellte.

„Ganz besonders freue ich mich darüber, dass wir in diesem Jahr Karl-Friedrich Thiessen vom Verein Burg Natur für diese Ausstellung gewinnen konnte“, sagte Vereinsvorsitzender Rainer Grüneberg aus Barlt. Thiessen setzt sich seit Jahren für die zirka zwölf verschiedenen Fledermausarten im Burger Waldgebiet ein, betreut die „Wohnungen“ der nachtaktiven Tiere und bietet regelmäßig Führungen an. An seinem Stand präsentierte er nicht nur selbst gefertigte Unterkünfte für die Fledermäuse, sondern berichtete auch aus seinem Aufgabengebiet und der Möglichkeit, sie auf dem eigenen Grundstück anzusiedeln, um ihnen ausreichend Lebensraum zu bieten.

Voll des Lobes waren bei der Eröffnung der Schau Kreispräsident Hans-Harald Böttger, der die Schirmherrschaft übernommen hatte, und Burgs Bürgermeister Hermann Puck. Beide hoben die Bedeutung hervor, die der Exoten- und Ziergeflügelzuchtverein für den Erhalt der Vogelwelt mit ihrer Artenvielfalt hat.

Hermann Puck erzählte dann lachend von einer „beinahe Panne“. Bereits am Donnerstag hatten die Mitglieder der Vereines angefangen, Vorbereitungen für die Ausstellung zu treffen. Von der Bundesforstverwaltung hatten sie ausgedünnte Eichen-Baumbestände zur Verfügung gestellt bekommen. „Diese haben wir dann hinter der Halle gelagert, um später damit den Raum zu schmücken“, sagte Pressewart Armin Jobs. Am Donnerstag machte aber auch Wiebke Osnabrügge vom Amt Burg einen Rundgang um und durch die Halle, um nach dem Rechten zu sehen. „Das ist regelmäßig so. Als sie die Äste draußen liegen sah, ging sie von einer illegalen Entsorgung aus und verständigte mich", sagte Hermann Puck. Während man noch darüber nachdachte, die Polizei zu verständigen, um die illegalen Entsorger dingfest zu machen, kam die Entwarnung. Markus Schöll vom Bauhof, der den vermeintlichen Abfall schreddern und entsorgen sollte, fiel ein, dass diese Eichenäste offensichtlich für die Vogelschau gedacht seien.

An beiden Tagen kamen viele Besucher in die Bökelnburghalle, um sich die ausgestellten Vögel anzuschauen. Interessierte führten Gespräche mit den Züchtern, verfolgten die Erklärungen des Fledermausexperten und einen Vortrag von Armin Jobs über die Haltung, Zucht und Pflege von Zwergwachteln. Die Frauen des Vereines hatten im kleinen Saal der Halle wieder Kaffee und Kuchen sowie zur Mittagszeit einen Imbiss vorbereitet. Und bei einer kleinen Tombola gab es Präsente und Blumen zu gewinnen.

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erstellt am 20.Okt.2014 | 12:52 Uhr

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