Nabu Wilstermarsch : "Piep-Schau" im heimischen TV

Für die Kinder (v. l.) Novalee (9), Fiona (7), Kevin (8) und Emily (8) war die Live-Übertragung aus dem Meisenkasten auf den TV-Bildschirm im Wohnzimmer von Christa und Peter Kock ausgesprochen interessant.
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Für die Kinder (v. l.) Novalee (9), Fiona (7), Kevin (8) und Emily (8) war die Live-Übertragung aus dem Meisenkasten auf den TV-Bildschirm im Wohnzimmer von Christa und Peter Kock ausgesprochen interessant.

Ehepaar Kock beobachtet vom Fernseher munteres Treiben im Meisenkasten am Haus. Besonderes Erlebnis für Nabu-Jugendgruppe.

shz.de von
11. Mai 2017, 05:08 Uhr

Eine besondere Piep-Schau gehört für das Ehepaar Peter und Christa Kock zum täglichen Fernsehprogramm. Er ist Vorsitzender der Nabu-Gruppe Wilstermarsch und sie ehrenamtliche Jugendwartin. Die Vogelbeobachtung gehört zu ihrem täglichen Ritual – seit zwei Jahren sogar mittels einer selbst installierten kleinen Kamera direkt aus einem Meisenkasten an einer Außenwand ihres Hauses am Bischofer Deich.

„Zwei Jahre lang wurde unser Nistkasten nur von einer Blaumeise bis zum Frühjahr bewohnt, jetzt hatte sich zum Ende des Winters erstmals ein männlicher Vogel dazugesellt.“ Vom Wohnzimmersofa nehmen Christa und Peter Kock regen Anteil am Geschehen in ihrem Nistkasten. So konnten sie beobachten, dass „Frau Blaumeise“ am 6. April plötzlich begann, täglich ein Ei zu legen. Und nach 20 Tagen schlüpften nach und nach die Küken. Von den acht Jungvögeln haben sechs überlebt, die jetzt immer noch abwechselnd von Mutter und Vater Blaumeise gewärmt und von ihnen gefüttert werden. Sogar zerkleinerte Spinnentiere werden von den Vogeleltern in die weit aufgerissenen Schnäbel der noch fast nackten Küken verteilt.

Wie das Geschehen im Nest der Familie Blaumeise abläuft, lernten jetzt auch vier Jungen und Mädchen aus der Nabu-Jugendgruppe kennen. Sie waren von Christa Kock in ihr Wohnzimmer eingeladen worden, wo sie bei Saft, Kuchen und kleinen Naschereien gebannt auf die „Live-Piep-Schau“ blickten. „Vielleicht setzen wir im nächsten Jahr eine Farbkamera ein“, gehen die Wünsche von Peter Kock weiter.

Für den achtjährigen Kevin sowie die Mädchen Novalee (9), Emily (8) und Fiona (7) war der Live-Blick in den Meisenkasten ein besonderes Erlebnis. Das gleiche galt für die Helferin Maren, die Christa Kock bei den wöchentlichen Treffen der Nabu-Jugend in der Vereinslaube im Kleingarten am Brook unterstützt. „Weil ich an der Arbeit mit den Kindern einfach viel Spaß habe“, verriet sie.

Christa Kock hat zurzeit acht Kinder unter ihren Fittichen. Über weitere Jungen und Mädchen würde sie sich freuen. Die Treffen finden an jedem Donnerstag von 15 bis 16.30 Uhr in der Vereinslaube (Am Brook) statt.

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