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Aktionstag : Pfleger kämpfen für Rettungspaket

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Situation in der Altenpflege muss verbessert werden – das fordern Mitarbeiter und Leitung des Haus Mühlental in Schenefeld.

Die Diakonie veranstaltete jetzt einen bundesweiten Aktionstag zum internationalen Tag der Altenpflege und verschickte zugleich Forderungen für ein ,,Rettungspaket Altenpflege“ an das zuständige Bundesgesundheitsministerium.

Auch das Schenefelder evangelische Rentner- und Altenwohnheim Haus Mühlental beteiligte sich an dieser Aktion, und zwar genau fünf vor zwölf Uhr mit gleich mehreren Paketen. Vor dem Eingang von Haus Mühlental stapelten sich große und kleine Kartons mit den Aufschriften: ,,Würdevolle Pflege“, ,,Attraktive Ausbildung“, ,,Gerechte Finanzierung“ oder auch ,,Familiäre Entlastung“. Grund: „Es ist wirklich höchste Zeit, um endlich bessere Rahmenbedingungen für Pflegekräfte, Pflegebedürftige und pflegende Angehörige zu schaffen“, teilte Heimleiterin Anja Wedtgrube mit, darum beteilige sich auch die Schenefelder Einrichtung an dieser Aktion. ,,Jeder Mensch möchte am Ende seines Lebens in Würde gepflegt werden. Es darf nicht vom Geldbeutel abhängen, ob man sich das leisten kann“, ist sich Schwester Anja mit ihrem Mitarbeiterteam einig, das zugleich auch für eine bessere Bezahlung und eine bessere Anerkennung demonstriert.

Dazu gehören nach Meinung der Diakonie auch eine qualifizierte Ausbildung und attraktive Aufstiegsmöglichkeiten, nur so könne man mehr Menschen für diesen Beruf gewinnen. Unverzichtbare Arbeit leisteten auch die vielen pflegenden Angehörigen, die stärker entlastet und wertgeschätzt werden müssten.

,,Um das alles zu erreichen, muss die Pflege finanziell gestärkt werden. Das ist Aufgabe der Politik und dafür demonstrieren wir heute“, erklärte Anja Wedtgrube abschließend, denn gleich nach dieser kurzen aber wichtigen Demo wandte sich die Belegschaft wieder ihren Heimbewohnern zu. Sie alle würden sich freuen, wenn dieser bundesweite Aktionstag dazu beitragen hat, auf die kritische Situation im Pflegebereich aufmerksam zu machen und von der Bundesregierung ein Rettungspaket für die Altenpflege zu fordern.

Die Diakonie weist darauf hin, dass sie bundesweit mit rund 142 000 hauptamtlichen Mitarbeitern in der Pflege und Betreuung mehr als 250 000 pflegebedürftige Menschen und deren Angehörigen in etwa 2100 Altenpflegeheimen und mit 1400 ambulanten Pflegediensten unterstützt.

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erstellt am 14.Mai.2014 | 12:01 Uhr

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