Wilster : Peter Dunkel ist neuer Vorsitzender der SPD Wilster

Der neue Vorstand des SPD Ortsverbands Wilster: (v. l.) Carsten Schröder, Frank Framke, Peter Dunkel, Holger Stamm und Axel Bittner. Fotos: Ines Güstrau
Der neue Vorstand des SPD Ortsverbands Wilster: (v. l.) Carsten Schröder, Frank Framke, Peter Dunkel, Holger Stamm und Axel Bittner. Fotos: Ines Güstrau

Natascha Böhnisch gibt Vorsitz nach 15 Jahren ab. Zukunftsthemen sollen junge Menschen für die Partei begeistern.

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23. August 2020, 15:20 Uhr

Wilster | „Wir sind die bessere Alternative“, betonte Peter Dunkel während der Jahresversammlung des SPD Ortsverbands Wilster, nachdem er als Nachfolger von Natascha Böhnisch in das Amt des Vorsitzenden gewählt wurde. Zuvor hatte die bisherige Vorsitzende erklärt, dass sie sich aus privaten und beruflichen Gründen nicht mehr zur Wahl stellen wolle.

Dunkel dankte seiner Vorgängerin für ihr großes Engagement in den vergangenen Jahren. Vor 15 Jahren hatte die überzeugte Sozialdemokratin den Vorsitz im Ortsverband übernommen und sich seitdem vielfältig für ihre Partei eingesetzt.

Auch SPD-Kreisvorsitzender Lothar Schramm und Gerlinde Böttcher-Naudiet vom Kreisverband richteten dankende Worte an Böhnisch und überreichten Präsente und Blumen.

Der SPD-Kreisvorsitzende Lothar Schramm und Vorstandsmitglied Gerlinde Böttcher-Naudiet (links) danken Natascha Böhnisch mit Präsent und Blumen für 15 Jahre Vorstandsarbeit.
Der SPD-Kreisvorsitzende Lothar Schramm und Vorstandsmitglied Gerlinde Böttcher-Naudiet (links) danken Natascha Böhnisch mit Präsent und Blumen für 15 Jahre Vorstandsarbeit.
 

Der neue Vorsitzende Peter Dunkel möchte die Partei jetzt neu ausrichten und einen Verjüngungsprozess einleiten. Das Ziel des 65-Jährigen ist es, mehr junge Menschen für die SPD zu begeistern. Dazu sei es wichtig, die Bürger zu Dialogen einzuladen und mit ihnen über Zukunftsthemen zu diskutieren.

Dazu bezog er sich auch auf das Konjunkturprogramm von Finanzminister Olaf Scholz, das unter anderem Gebäudesanierungsprogramme, Kita-Ausbau, digitales Lernen an Schulen, die Unterstützung von Alleinerziehenden, den Ausbau der Elektromobilität sowie des öffentlichen, schienengebundenen ÖPNV vorsieht. „Dieses Geld muss auch in Wilster ankommen“, forderte Dunkel.

Klimamesse für Bürger angedacht

Zudem gäbe es viele weitere Programme der Bundesregierung zum Umbau der Energieversorgung und zum Klimaschutz, für die sich der Vorsitzende ein niedrigschwelliges Beratungsangebot vielleicht in Form einer Klimamesse für die Bürger wünscht. Auch über ein Carsharing-Angebot sowie ein neues Konzept für Arbeiten, Leben und Kultur in Wilster müsse diskutiert werden.

Einen großen Dank richtete der neue Vorsitzende an Carsten Schröder, der sich für die Initiative „Gedenksteine“ einsetzt. Vier so genannte Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig, deren Standorte noch nicht festgelegt sind, sollen an Hans Prox, Heinrich und Tina Bielenberg sowie Heinrich Krützer erinnern, die Opfer nationalsozialistischer Gewaltherrschaft wurden. Peter Dunkel betont:

 In unserer Stadt spielen Nazis und Ewiggestrige keine Rolle und das muss so bleiben. Peter Dunkel, Vorsitzender SPD Wilster

Besonders diskutierten die Anwesenden über die Überlegungen, den Trinkwasserzulieferer beziehungsweise die Anteile der Stadtwerke Wilster am Wasserwerk Kleve zu verkaufen. Es sei nötig, ein klares Signal an die Bevölkerung zu senden, denn wir wollen unser gutes Trinkwasser behalten, so die einhellige Meinung der SPD-Mitglieder.

Neben Peter Dunkel bilden den SPD-Vorstand für zwei Jahre: Dorren Rupieta und Holger Stamm als stellvertretende Vorsitzende, Schriftführer Frank Framke, Kassenwart Carsten Schröder, Axel Bittner und Bernd Hannemann als Beisitzer; Kassenprüfer sind Birgit Böhnisch und Manfred Schmiade.

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