Förderprojekte : Perspektiven und Würde vermitteln

Heinrich Deicke (links) ist Geschäftsführer von Steinburg Sozial. Neben ihm (von links) die Vorstandsmitglieder Inge-Marie Sibbers, Bernd Hannemann, Eike Starck, Vorsitzender Gerhard Jens und Manfred Schmiade.
Foto:
1 von 2
Heinrich Deicke (links) ist Geschäftsführer von Steinburg Sozial. Neben ihm (von links) die Vorstandsmitglieder Inge-Marie Sibbers, Bernd Hannemann, Eike Starck, Vorsitzender Gerhard Jens und Manfred Schmiade.

Wilsteraner Verein Jugend und Beruf: Arbeit ist durch Sozialberatung und Qualifizierung geprägt.

shz.de von
13. Juni 2014, 17:00 Uhr

Der Verein Jugend und Beruf sieht es weiterhin als seine vordringliche Aufgabe an, durch Fordern und Fördern jungen Menschen und Langzeitarbeitslosen wieder Zukunftsperspektiven und Würde zu vermitteln. Das bekräftigte der Vorsitzende des 39 Mitglieder starken Vereins, Gerhard Jens, während der Hauptversammlung im Amt Wilstermarsch. Er dankte dem Amt Wilstermarsch, der Stadt Wilster und den Gemeinden, die dem Verein in einem immer schwieriger werdenden Umfeld durch ihre Zuschüsse geholfen hätten.

Das vergangene Jahr, so blickte Gerhard Jens zurück, sei geprägt gewesen durch Sozialberatung und Qualifizierungsmaßnahmen. Er konnte den Mitgliedern die Botschaft vermitteln, dass das Finanzamt Itzehoe dem Verein weiterhin den Status der Gemeinnützigkeit zuerkannt habe. Jugend und Beruf ist neben der Schuldnerberatung und der Diakonie Altholstein Gesellschafter von Steinburg Sozial, über die Geschäftsführer Heinrich Deicke informierte. Deicke, der auch Geschäftsführer der Diakonie Altholstein ist, beschrieb neben dem Engagement im Pflegedienst das breite Spektrum der Beratungsarbeit sowie der Qualifizierungs- und Beschäftigungsprogramme, die die Brücke geschlagen hätten zu Jugend und Beruf und Steinburg Sozial. Er erinnerte an das im Juli letzten Jahres eröffnete Kaufhaus „alt & wert“ in der Itzehoer Feldschmiede, für das es viele positive Rückmeldungen gegeben habe. Bahnhofsmission, Beratungsstelle und Fahrradstation seien viel genutzte Anlaufstellen auf dem Bahnhof Itzehoe.

Weil die Arbeitslosenzahlen zurückgehen, schraube das Job-Center die Fördermittel weiter zurück. Es übersehe dabei aber, dass die Menschen, die zum Klientel von Jugend und Beruf und Steinburg Sozial gehören, von diesem Aufschwung weitestgehend ausgeschlossen seien. Schon 2013 habe sich Steinburg Sozial in erheblichem Maße in einer Konsolidierungsphase befunden. Auch wenn 2014 ebenfalls ein schwieriges Jahr sei, bestehe kein Anlass, trübsinnig zu werden, sondern neue Impulse zu setzen. Das geschehe mit dem Kaufhaus alt & wert sowie den Einrichtungen am Bahnhof Itzehoe. „Das Büro verbindet Sozialberatung mit Hilfe am Bahnhof. Das ist ein einmaliges Leuchtturmprojekt in Schleswig-Holstein“, betonte Deicke.

Ergänzt wird die Arbeit von Steinburg Sozial durch die Schuldnerberatung, für die Bernd Hannemann neue Chancen durch eine Eingliederungshilfe für Menschen mit Handicap sieht. Dadurch gäbe es ein zusätzliches Klientel, nachdem die Mittel zur Förderung von Langzeitarbeitslose durch das Job-Center immer weiter wegbrächen.

Den Kassenbericht von Jugend und Beruf, der mit einem vierstelligen Überschuss abschloss, legte Schatzmeisterin Inge-Marie Sibbers vor. Er wurde von der Versammlung ebenso genehmigt wie der Haushaltsplan dieses Jahres mit einem Umsatz von 7000 Euro. Im Jahr 2013 hatte Jugend und Beruf den Etat von Steinburg Sozial mit einem Zuschuss von 10 000 Euro unterstützt, nachdem bei der Gründung bereits ein Geschäftsanteil von 25 000 Euro eingebracht worden war.

Zu Beginn der Versammlung hatte Amtsvorsteher Helmut Sievers den Dank des Amtes und der Gemeinden für die von Jugend und Beruf geleistete Arbeit zum Ausdruck gebracht. Er wünschte weiterhin ein „Glück auf!“ und sicherte zu, dass Stadt und Amt weiterhin zu ihrer Verpflichtung dem Verein gegenüber stünden. Das bestätigte auch Ratsfrau Uschi Seddig, die die Grüße der Ratsversammlung und des Bürgermeisters überbrachte. Weitere Grußworte sprachen Manfred Schmiade für die SPD-Kreistagsfraktion und Heinrich Voß für die Grünen.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen