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Norddeutsche Rundschau

17. August 2017 | 10:38 Uhr

Zugverkehr : Pendler unterschreiben Petition

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Stadt Glückstadt und Ehrenamtler unterstützen Unterschriftensammlung von Pro Bahn / Adressat ist der Bundestag

Es war gar nicht so einfach: Die Pendlerinnen kamen angehetzt, warteten auf den Zug und wurden dann noch schnell überzeugt zu unterschreiben. „Mehr Geld für den Schienenverkehr“ brachte es Dr. Sybille Petersen auf den Punkt. Sie war eine von denjenigen, die Unterschriften einsammelte. Für eine Petition an den Bundestag.

Auch heute und morgen noch von 14 bis 20 Uhr werden am Bahnhof und in der Stadt Bürger angesprochen, diese Petition zu unterschreiben. Hintergrund: Immer mehr Bahnhalte in Glückstadt stehen auf dem Prüfstand. „Mit mehr Geld vom Bund könnte der Schienennahverkehr ausgebaut werden“, sagt Lutz Thieme (75) vom Fahrgastverband Pro Bahn. „Die Länder wollen gerne mehr Züge bestellen. Sie können es aber nicht, weil nicht genug Geld da ist“, sagt Thieme. In dem Text auf der Unterschriftenliste heißt es unter anderem: „Wir, die Unterzeichnenden, fordern Bundestag und Bundesregierung auf, noch in diesem Jahr die Höhe der Zuschüsse zum regionalen Schienenverkehr bis 2030 verbindlich festzulegen.“

Für sein Engagement in Sachen Bahn wurde Thieme 2013 mit der Ehrenmedaille der Stadt Glückstadt ausgezeichnet. Und die Stadtverwaltung unterstützt jetzt auch diese Initiative. Zwei Auszubildende aus dem Rathaus helfen bei der Unterschriftenaktion. Gestern war Felicitas Lüders dabei. Die 25-Jährige pendelt selbst täglich von Itzehoe nach Glückstadt.

Bei ihr unterschrieb auch Jenny Schley aus Krempe. Die Schülerin vom Detlefsengymnasium hätte auch gerne eine bessere Zuganbindung. „Es ist schlimm, wenn wir manchmal eine Stunde warten müssen“, sagt sie. Wie sie hatten auch andere Schülerinnen unterschrieben, die um 14.50 Uhr in Richtung Itzehoe fuhren.

Auch Brigitte Burghold sammelte Unterschriften. Die 64-Jährige ging in die Stadt und steuerte unter anderem die Eisdiele an, wo neben einigen Lehrerinnen auch das Personal unterschrieb. Einige waren begeistert, mitmachen zu können – andere zeigten sich skeptisch. Auf Nachfrage von Brigitte Burghold stellte sich dann immer heraus, dass die Befragten nicht aus der Region kamen.

 

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erstellt am 29.Apr.2015 | 17:00 Uhr

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