Pause im strapaziösen Lebensalltag

izlhgemeinde001

von
16. Juli 2015, 17:30 Uhr

Am Sonntag wird auf vielen Kanzeln der Evangelischen Kirche über die Geschichte der Speisung der 5000 Menschen gepredigt. Sie steht im 6.  Kapitel des Johannesevangeliums. Im Bibeltext gibt es eine Szene, die ein Stück unsere Wirklichkeit trifft. Da wird von einer Finanzierungslücke gesprochen. Sie lautet: Wir haben nicht genug Kapital, damit jeder hier auch nur ein Stück Brot bekommt.

Ich glaube, dass wir dieses in unseren Tagen nicht anders erleben. Viele Menschen müssen in Sporthallen und in leer stehenden Häusern untergebraucht werden. Sie gehören zum „Flüchtlingsstrom“ aus den Krisengebieten unserer Welt. Wie können wir ihnen helfen? Oder ihnen eine Perspektive für die Zukunft zeigen? Alle diese Fragen stehen vor uns.

Es gibt Lösungsansätze, sicher. Die sind auch gut gemeint. Aber können wir den Flüchtlingen ein neues Zuhause geben? Jesus, in der erwähnten Geschichte der Speisung der Fünftausend, lässt die Menschen im grünen Gras Platz nehmen. Er bietet ihnen eine Pause in ihrem strapaziösen Lebensalltag an. Dann macht er sie „pappsatt“. Brockenweise wird das Restbrot in zwölf großen Körben gesammelt. Unbegreiflich und unerklärbar zwar, aber nicht für den, der die Schöpferkraft hat. Jesus könnte uns helfen, mit unser Finanzierungslücke zurecht zu kommen, aber er wartet, bis wir ihm vertrauen.

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Wochenende.

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