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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 13:56 Uhr

Patienten mit Kliniken im Norden zufrieden

vom

82 Prozent empfehlen Krankenhaus weiter

shz.de von
erstellt am 09.Aug.2013 | 04:59 Uhr

Kiel | Die große Mehrheit der Schleswig-Holsteiner ist mit den Krankenhäusern im Land zufrieden: 82 Prozent würden die Klinik weiterempfehlen, in der sie behandelt wurden. Das zeigt die größte Patientenstudie, die es in Deutschland je gab. Dafür befragten die Krankenkassen AOK und Barmer GEK rund 1,5 Millionen Versicherte nach ihren Erfahrungen während des Klinikaufenthalts - darunter auch 14 000 Schleswig-Holsteiner. Davon waren 83 Prozent zufrieden mit der ärztlichen Versorgung, 82 Prozent mit der Pflege und 78 Prozent mit Organisation und Service. Die Studienergebnisse auf dem Internetportal www.weisse-liste.de sollen Patienten bei der Suche nach einem geeigneten Krankenhaus helfen.

"Im Vergleich der einzelnen Kliniken zeigen sich Unterschiede", erklärt Thomas Wortmann, Chef der Barmer GEK im Norden. So zeigt die Liste zum Beispiel für "Knie gelenksarthrose", dass das Hamburger Tabea Krankenhaus und die Klinik Manhagen (Kreis Stormarn) mit je 95 Prozent am häufigsten weiterempfohlen werden, das private St. Elisabethkrankenhaus in Kiel (Lubinus Gruppe) kommt auf 93 Prozent, die Ostseeklinik Damp auf 88 Prozent. Beim Uniklinikum Kiel und bei der Flensburger Diako sprachen hingegen nur 78 von 100 Befragten diese Empfehlung aus. Schlusslicht ist die Helios Klinik in Schleswig (63 Prozent).

Steht die "Reparatur" einer Herzklappe an, würden ebenfalls nur 63 Prozent zur Behandlung in Schleswig raten. Favorit ist das israelitische Krankenhaus in Hamburg (93), immerhin 84 Prozent würden die Segeberger Kliniken empfehlen, 81 Prozent das Westküstenklinikum und 72 Prozent das Friedrich-Ebert-Krankenhaus in Neumünster.

"Bei der schwierigen Entscheidung für eine Klinik können Patientenerfahrungen wichtige Anhaltspunkte liefern", ist sich AOK-Landeschef Martin Litsch sicher. Immer mehr Versicherte wünschten sich solche Informationen im Vorfeld eines Krankenhausaufenthalts. Das bestätigt auch die Unabhängige Patientenberatung (UPD), die der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein angeschlossen ist. "In Spitzenzeiten kommen an den Beratungstelefonen nur noch ein Drittel der Anrufer durch", berichtet Verbraucherschützer Thomas Hagen. Das Klinikportal sei deshalb für die Patienten ein wichtiger weiterer Baustein zur Orientierung. Zumal das Portal auch darüber informiert, wie häufig und mit welcher Qualität Kliniken eine Behandlung durchgeführt haben. Dass von den insgesamt 75 Krankenhäusern im Norden bislang nur von 39 Kliniken die Ergebnisse veröffentlicht wurden, liegt daran, dass bei den anderen noch nicht die dafür erforderlichen 75 Patientenrückmeldungen vorliegen.

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