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Evangelische Kirchengemeinde : Pastor Höppner verlässt Wilster

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Propst Bergemann: Es gab und gibt Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit Teilen des Kirchengemeinderats. Abschied am 21. Februar

von
erstellt am 13.Feb.2015 | 17:21 Uhr

Nach dreieinhalbjähriger Dienstzeit verlässt Pastor Volker Höppner die Kirchengemeinde Wilster. In einem Gottesdienst mit anschließendem Empfang wird er am Sonnabend, 21.  Februar, in der St. Bartholomäus-Kirche durch Propst Thomas Bergemann verabschiedet. „Es gab und gibt Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit Teilen des Kirchengemeinderats“, erklärte der Propst im Pressegespräch zum nach außen hin überraschenden Abschied des Pastors. Und auch zwischen den Mitarbeitern gebe es Kommunikationsprobleme, fügte er hinzu. Diese seien versucht worden zu bearbeiten. „Meiner Meinung nach ist dies nun der richtige Zeitpunkt, einen Schnitt zu machen“, unterstreicht Propst Bergemann. Die Konsequenz aus der Situation in der Kirchengemeinde sei darum, besser getrennte Wege zu gehen. Deshalb habe der Kirchenkreisrat am 2. Februar Pastor Volker Höppner auf eine Kirchenkreisplanstelle berufen. Er werde ab Montag, 23. Februar, Vertretungsdienste im Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf übernehmen. Voraussichtlich auf zwei Jahre, „mit der Erwartung und Hoffnung“, dass das nur ein kurzer Zeitraum wird und sich so bald wie möglich eine andere gemeindliche Planstelle anschließen wird. Er halte dies für den richtigen Weg, es sei nicht schön, aber, so der Propst, „eine sinnvolle, angemessene Lösung“.

Er selbst habe sich in den vergangenen drei Jahren sehr wohl gefühlt in der Gemeinde, sagt Pastor Volker Höppner. „Ich bin auch ein bisschen traurig, dass ich die Gemeinde verlasse“, fügt er hinzu. Doch er wolle bei der Problematik nicht weiter ins Detail gehen. In der Kirchengemeinde habe er einiges fortgeführt, anderes initiiert. Die Aktion „Fünf Wochen mit“, der Seniorenbibelkreis, der Männergesprächskreis und der Weltgebetstag seien ihm wichtig gewesen, und natürlich die Gottesdienste – speziell auch im DRK-Seniorenzentrum – sowie den Konfirmandenunterricht habe er gerne gemacht. Seine Konfirmandengruppe wird Jugendmitarbeiter Timo Milewski übernehmen und zur Konfirmation führen. Für eine Übergangszeit wird Pastor Volker Höppner noch in Wilster wohnen bleiben, perspektivisch aber die Marschenstadt verlassen. „Es wird ein richtiger Abschied aus Amt und Stadt“, fügte Propst Bergemann hinzu. „Gott kennt die Zukunft, wir nicht“, ergänzt Pastor Höppner. Der Abschiedsgottesdienst am 21. Februar wird um 15 Uhr in der Kirche beginnen. Dafür wird es am 22. Februar keinen Sonntagsgottesdienst geben. Ein Gemeindegespräch, zu dem auch der Propst kommen wird, bietet die Kirchengemeinde am Sonntag, 15. Februar, nach dem Gottesdienst an – um 11.30 Uhr unter der Orgel-Empore.

Wer die Nachfolge Höppners antreten wird, ist noch offen. Bergemann: „Die Planstelle ist da und ab 23. Februar vakant.“ Der Propst versicherte, dass die Pfarrstelle „natürlich wieder zu besetzen“ sei, aber wann sei noch nicht klar. Darüber werde er mit den Kirchengemeinderatsmitgliedern sprechen, die auch eigene Ideen einbringen können. „Ich werde hören, was sie wollen“, so Bergemann. Klar sei, dass eine so große Gemeinde wie Wilster mit etwa 4900 Gemeindegliedern nicht langfristig mit nur einer besetzten Pfarrstelle auskomme. Er unterstrich, dass die zwei vollen Planstellen erhalten bleiben, es gebe keinen Anlass, „daran rumzuschrauben“.  

 

 

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