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erste ausstellung : Pastellkreide-Gemälde faszinieren

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Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Er bezeichnet sich als Freizeitmaler, und weil er als solcher inzwischen eine solide Basis geschaffen hat, präsentiert Arno Kruse aus Stördorf erstmals seine Werke der Öffentlichkeit. Die Ausstellung findet am 31. August und 1. September im Alten Rathaus in Wilster statt.

shz.de von
erstellt am 29.Aug.2013 | 05:30 Uhr

Das Gesicht ist ausdrucksstark, durch feinste Konturen wirkt es lebhaft, zieht die Blicke auf sich und verwirrt: Es sind die Augen, die den Betrachter einfach nicht loslassen – egal aus welchem Blickwinkel er sich dem Gemälde nähert, die in zarten Pastelltönen gezeichnete Frau schaut ihn direkt an. Ein faszinierendes Element der malerischen Technik, die Arno Kruse beherrscht, der vornehmlich mit Pastellkreide und in Anlehnung an den Impressionismus malt. Obwohl seine Werke durchaus künstlerisch überzeugen, sieht er sich nicht als Künstler. „Ich bin Freizeitmaler“, sagt er bescheiden.

Für ihn bedeutet Kunst handwerkliche Perfektion. Betrachte man mehrere Objekte, müssten diese ein und demselben Kunstschaffenden zugeordnet werden können durch die eindeutige künstlerische „Handschrift“. „So weit bin ich noch nicht“, sagt er und ist sich bewusst, dass er einen hohen Anspruch an sich selbst hat. Darum hatte der Stördorfer auch bislang noch keine öffentliche Präsentation seiner Werke, er wollte sich eine solide Basis schaffen, bevor er seine Bilder einem Publikum zeigen würde.

Das ist nun so weit: Arno Kruse lädt am Sonnabend und Sonntag, 31. August und 1. September, Interessierte zu seiner ersten Ausstellung ein, die in der Halle des Alten Rathauses stattfindet. Geöffnet ist am Sonnabend von 13 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Er habe sich über die große Unterstützung durch Wilsters Bürgermeister Walter Schulz und Hauptamtsleiter Ralf Glückstadt gefreut, die schnell und unbürokratisch die Ausstellung in dem Historischen Gebäude ermöglichten.

Die Vernissage mit geladenen Gästen findet am Sonnabendvormittag statt. Zur Eröffnung wird der stellvertretende Bürgermeister Helmut Jacobs sprechen. Mit seiner Ausstellung gibt Arno Kruse auch Einblick in seine berufliche und künstlerische Laufbahn: „Vom Malergesellen zum Meisterschüler – vom Offsetdrucker zum Kalligrafen zum Freizeitmaler“ ist daher auch das Thema seiner Gemälde-Ausstellung. Seine Malerlehre absolvierte er übrigens in Wilster bei der Firma Wulff, war dann Meisterschüler an der ältesten Malerschule Deutschlands in Buxtehunde. Seit 1989 ist Kruse kalligrafischer Begleiter des „Goldenen Buches“ der Stadt Itzehoe.

Im Vordergrund seiner Ausstellung werden zwei bevorzugte Genres stehen: Bildnisse und maritime Malerei, jeweils mit Bleistift, Farbstift, Öl, Zeichenfeder und – hauptsächlich Pastellkreide. Kruse schwärmt besonders von der Möglichkeit, mit Pastellkreide in seinen Gemälden einen besonders nuancierten Ausdruck schaffen zu können. Um seinen Stil kontinuierlich zu verbessern, hat er etliche Studienfahrten unternommen, „immer konzentrierend auf den Impressionismus bis hin zum Jugendstil“ (1850 bis 1917). Dabei legt er seinen Schwerpunkt auf den menschlichen Körper. Eines seiner größten Vorbilder ist der franzöische Maler Edgar Degas. Den Werken aller großen Impressionisten folgt er gerne auf Ausstellungen. Seiner ersten Studienfahrt nach Berlin im Jahr 2004 folgten weitere nach Finnland und Norwegen. Bedeutende Museen in Wien, Prag und London waren weitere Ziele, um in Anlehnung an die berühmten Gemälde die eigene Technik in der Pastellkreiden-Malerei zu entwickeln und zu verfeinern.

Doch auf immer festlegen möchte er sich nicht. „Der Ölkasten steht auch bereit“, sagt er und fügt lächelnd hinzu: „Das Selbstfindungsprogramm ist noch nicht ganz fertig.“ Auch weiterhin wird er Studienfahrten und Galerievisiten mit einer weiteren Leidenschaft – Konzertbesuche – verbinden. Doch jetzt ist er erst einmal gespannt auf die Wirkung seiner Gemälde auf das Publikum im Alten Rathaus.

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