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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 22:14 Uhr

Brandschutz : Passt und hat Luft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Test mit Vorführwagen: Die Drehleiter lässt sich auch in den engen Gassen der Innenstadt von Wilster noch gut manövrieren.

shz.de von
erstellt am 11.Mär.2016 | 16:42 Uhr

Den Übungseinsatz hat die Drehleiter mit Bravour bestanden: Am Kohlmarkt und in der Deichstraße wurde gestern getestet, ob ein solches Fahrzeug auch in den engen Gassen der Innenstadt manövriert werden kann. Ergebnis: Passt und hat Luft.

Der Karlsruher Hersteller Rosenbauer ist derzeit mit einem Vorführwagen im Norden unterwegs. Die Wilsteraner Helfer ergriffen die gute Gelegenheit und ließen sich den Wagen gestern Nachmittag ausgiebig vorführen. Die Feuerwehrleute zeigten sich beeindruckt, mit welchem Tempo luftige Höhen erreicht werden können. Und: Selbst voll ausgefahren in 32 Meter Höhe gibt es kaum einen Wackler. Der Clou: Die letzten Meter der Drehleiter können abgeknickt werden. So kommt man im Notfall auch bequem zwischen eng nebeneinander stehende Gebäude.

Viele der Helfer hätten das Fahrzeug wohl am liebsten gleich in der Feuerwache untergestellt. Hier stehen allerdings noch umfangreiche Beratungen in den städtischen Gremien aus. Das gestern präsentierte Gerät schlägt mit 620  000 Euro zu Buche. Wehrführer Ralf Theede machte aber auch gleich deutlich, dass die gezeigte Vollausstattung für Wilster nicht zwingend erforderlich sei. Diskutiert werden müsse zudem noch die Frage, ob es ein neues oder ein gebrauchtes Fahrzeug werden soll.

An der Anschaffung selbst geht kein Weg vorbei. Laut Brandschutzgesetz muss die Stadt eine Ausrüstung vorhalten, die – zum Beispiel bei den Hochhäusern – innerhalb weniger Minuten einsatzbereit ist. Die Alarmierung der Itzehoer Drehleiter zum Beispiel würde im Ernstfall dafür nicht ausreichen. Bürgermeister Walter Schulz hatte schon im vergangenen Jahr deutlich gemacht, dass er als Dienstherr der Feuerwehr die Verantwortung trage. Und da möchte er nicht persönlich in Haftung genommen werden. Wehrführer Ralf Theede hatte den Bedarf zuvor pflichtgemäß beim Bürgermeister angemeldet. Dabei machte er auch deutlich, dass es nicht allein um die beiden Hochhäuser gehe. In der Innenstadt sei jedes Haus mit mehr als zwei Geschossen betroffen.

Neben den reinen Anschaffungskosten – wofür allerdings auch beträchtliche Zuschüsse fließen dürften – kommen auf die Stadt jährliche Unterhaltungskosten zu. Dazu müssen die Helfer selbst geschult werden. Ralf Theede geht davon aus, dass zehn bis zwölf Aktive eine Extra-Schulung von jeweils 35 Stunden machen müssen.

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