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Westküstenklinikum : Partner-Krankenhaus in China

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Delegation aus Guilin zu Gast in Heide. Ärzte aus der Volksrepublik hospitieren im Westküstenklinikum.

Eine ungewöhnliche Form der Kooperation bahnt sich zwischen dem Westküstenklinikum (WKK) und dem „No. 2 People’s Hospital“ im chinesischen Guilin an. Bei einem Besuch in Heide zeigte die Direktorin des fernöstlichen Krankenhauses, Prof. Liping Yan, großes Interesse an der Organisation und dem technischen Standard des WKK. Dabei äußerte sie den Wunsch nach einer tiefer gehen-den Zusammenarbeit zwischen beiden Häusern. „Unser Ziel ist es, aus unserem People’s Hospital ein international anerkanntes Krankenhaus zu machen. Daher möchten wir gern von den Erfahrungen des Westküstenklinikums profitieren“, sagte Prof. Yan.

Die ersten Kontakte zwischen den Krankenhäusern waren von der Deutsch-Chinesischen Technologieaustausch-Stiftung (DCTA) in Düs-seldorf und Beijing (Peking) hergestellt worden. Bereits seit Juni 2012 hospitieren stets zwei chinesische Ärzte jeweils für ein Vierteljahr in der Medizinischen Klinik des WKK. Im Spätsommer reisten dann Geschäftsführer Harald Stender und der Chefarzt der Medizinischen Klinik, Prof. Dr. Dr. Fritz S. Keck, zu Vorträgen nach China. Während Stender über das deutsche System der Abrechnung nach Fallpauschalen referierte, hielt Prof. Keck einen Vortrag über Stoffwechselerkrankungen unter dem Einfluss wachsenden Wohlstandes.

„Das Interesse an unserem Krankenhauswesen ist in Guilin sehr groß. Dort werden die deutsche Qualität und die deutsche Zuverlässigkeit auch in diesen Themen sehr geschätzt“, berichtet Harald Stender von seinen Eindrücken in der Volksrepublik.

Die Visite von Prof. Yang und Hongjun He (Technologieaustausch-Stiftung) in Heide war daher alles andere als nur ein Höflichkeitsbesuch. Da die Millionenmetropole Guilin im südlichen China weiter prosperiert, plant die Stadt den Bau eines weiteren 800-Betten-Krankenhauses und möchte dabei im weitesten Sinne von den Erfahrungen in Dithmarschen profitieren. Wenn es nach den Wünschen der chinesischen Delegation ginge, würde die Kooperation bis hin zu einer ganz konkreten Unterstützung durch das Westküstenklinikum gehen. Dazu sind weitere Gespräche geplant. Und auch ein Besuch des Bürgermeisters der Stadt ist bereits in Aussicht gestellt worden.

Beim „No. 2 People’s Hospital“ handelt es sich um ein 600-Betten-Haus, das für alle Bevölkerungsschichten in der Region zugänglich ist. Neben einer Abteilung für Traditionelle Chinesische Medizin gibt es dort weitere Kliniken, die sich an der westlichen Aufteilung orientieren. Das Krankenhaus liegt in Guilin, das mit Umgebung eine Einwohnerzahl von 4,5 Millionen aufweist. Insgesamt gehört die Metropole zum Autonomen Gebiet Guangxi, einer boomenden Region an der Grenze zu Vietnam, in der knapp 60 Millionen Menschen leben. Guanxi gilt als eine der landschaftlich schönsten und imposantesten Provinzen. Sie ist 236 000 Quadratkilometer groß und damit etwas kleiner als die alten Bundesländer zusammen.

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erstellt am 26.Okt.2013 | 05:00 Uhr

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