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Norddeutsche Rundschau

19. August 2017 | 19:30 Uhr

Schwimmbad : Papierticket statt Armband

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Papierticket statt Schlüsselarmbänder: die Kunden im Hallenbad Luv müssen sich umstellen. Das neue Kassensystem stößt auf Unverständnis bei den Schwimmern. Auch, weil die Karten nicht wie die Bänder mit ins Wasser genommen werden können.

Seit Anfang September ist im Freizeitbad Luv ein neues Kassensystem in Betrieb (wir berichteten). Gleich in den ersten Wochen nutzten die Gäste die Möglichkeit, Wünsche oder Kritik zu äußern. „Wir können nicht mit jedem einzeln reden, nehmen aber jede Meldung ernst“, betont Freizeitbad-Geschäftsführer Dr. Guido Austen.

Bis vor der Sommerpause erhielten die Badegäste mit ihrem Eintrittsgeld ein Schlüsselarmband, mit dem sie alle Bereiche im Bad nutzen konnten. Jetzt ziehen die Kunden am Kassenautomaten im Eingangsbereich ein Papierticket, das mit einem Barcode versehen ist und die gleichen Funktionen bietet wie das Armband, nur die Schränke werden mit einem Euro Pfand bedient. Auch jetzt kann man sich in der Einrichtung frei bewegen, den Barcode sogar aufstocken und am Ende nachzahlen. „Allerdings können die Karten nicht mit ins Wasser genommen werden“, nennt Guido Austen eine der Einschränkungen. Für den Gast bedeutet das, die Karte separat aufzubewahren.

Bei vielen stieß die Erneuerung des Kassensystems im Brunsbütteler Hallenbad auf Unverständnis und Fragen nach dem alten System kamen auf. „Das System war veraltet, die Software konnte nicht aktualisiert werden und es gab bei Reparaturen keine Ersatzteile mehr“, erklärt Guido Austen. Ein mit dem alten vergleichbares neues System wäre mit 260 000 Euro zu Buche geschlagen. Ein enormer Posten für die klamme Stadtkasse. Jetzt beläuft sich die Gesamtinvestition auf vergleichsweise niedrige 90 000 Euro, da musste der Komfort für die Gäste zurückstehen. Mit Beginn der Badesaison sind im Luv zudem neue Tarife in Kraft getreten. „Es gibt keine Stundenbegrenzung mehr, nur noch Tageskarten“, sagt Austen. Das bedeutet: Im Erwachsenentarif kostet die Tageskarte jetzt 4,50 Euro, statt vorher 4,20 Euro – für lediglich zwei Stunden Schwimmvergnügen. Für Kinder kostet die Tageskarte wie bisher 2,50 Euro. Der Standardpreis für Saunagänger wurde spürbar angezogen: Vier Stunden in der Saunalandschaft kosten jetzt 14 Euro, inklusive Schwimmbadbenutzung.

„Im Vergleich mit Freizeitbädern in Luv-Größe liegt der Eintritt nicht wesentlich höher“, versichert Austen. Wie bei dem neuen Kassensystem hängt auch bei der Tarifgestaltung mehr dran, als der Kunde auf den ersten Blick sieht. Das System betrifft nicht nur die Hauptkasse, sondern auch die Kassen im Bistro und die Schließanlage, die zum Beispiel im Brandfall reagieren muss. „Bei den Tarifen hat es lange Diskussionen gegeben“, erzählt der Geschäftsführer. Die Zuschüsse der Stadt erfolgen für das Schwimmbad aufgrund der öffentlichen Daseinsvorsorge. „Die Sauna zählt als Luxus und muss sich selber tragen“, was am Ende auch durch die Eintrittsgelder geschieht.

Guido Austen bittet alle Luv-Gäste um Verständnis und Geduld, wenn momentan noch Fehler am Kassenautomaten auftreten. „Die Einrichtung war sehr umfangreich und manchmal treten im Ablauf noch Mängel auf“, die bisher aber von den Mitarbeitern selbst reguliert werden konnten. Die Hauptkasse ist ab sofort ab 13 Uhr und am Wochenende besetzt. Alte Wertkarten sollten schnellstmöglich in diesen Zeiten umgetauscht werden.

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erstellt am 13.Okt.2013 | 19:00 Uhr

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