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baugebiet : Palaisgarten: Bauten verzögern sich

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bauherren warten monatelang auf Baugenehmigungen. Eine junge Familie kündigte Miethaus und muss jetzt in der Ferienwohnung leben. Architekt spricht von besonderem Baugebiet.

Familie Nahrath wohnt in einer Ferienwohnung. Unfreiwillig. Denn eigentlich wollte sie schon längst im schmucken Eigenheim im Neubaugebiet „Palaisgarten“ am Kommandantengraben wohnen. Doch noch ist das Einfamilienhaus im Rohbau. Der Grund: Die Familie musste monatelang auf die Baugenehmigung warten.

„Im Mai haben wir den Antrag eingereicht“, sagt Christoph Nahrath. Im August kam dann erst die Baugenehmigung vom zuständigen Bauamt des Kreises Steinburg. Damit hatten er und seine Frau Nikola nicht gerechnet. Der 41-Jährige wollte eigentlich den „Super-Sommer“ für den Bau nutzen. Zudem hatte die Familie die Reetdachkate in Kollmar bereits gekündigt und musste inzwischen wegen der Zeitverzögerung in eine Ferienwohnung ziehen.

Mittlerweile steht der Rohbau. „Wir hoffen, dass das Haus bis November dicht ist“, sagt Christoph Nahrath. Wenn alles gut läuft, will die Familie dann im Februar oder März kommenden Jahres einziehen. Der Zeitplan hängt auch an den diversen Handwerkern. Auch ihre Terminkalender sind voll.

Doch Christoph Nahrath ist trotz alledem fröhlich geblieben. Seinen Urlaub, den er eigentlich für den Umzug in das Haus nutzen wollte, verbringt er jetzt mit Tochter Annabelle (7) und Sohn Nikolas (4). Und die Drei besichtigen auch die Baustelle, wo Nikolas entdeckt hat, dass es sich dort gut im Sand spielen lässt.

Reinhold Wuttke ist als Architekt für den Bau mehrerer Häusern im Baugebiet „Palaisgarten“beauftragt. Er findet es „unglücklich“, dass erst jetzt zum Winter hin gebaut werden kann. Er weiß aber auch aus Erfahrungen, dass viele Bauämter in Schleswig-Holstein nicht schneller arbeiten als bei der Kreisverwaltung in Itzehoe. Die Gründe will er nicht bewerten.

Und er wirbt in diesem besonderen Fall um Verständnis für das Amt. Denn die Häuser werden auf dem Areal auf der Hinterseite des denkmalgeschützen Wasmer-Palais gebaut. „Es ist ein hochwertiges Denkmal, deshalb muss auch ordentlich geprüft werden.“ Alles andere wäre kontraproduktiv. Ginge etwas zu schnell, „können auch Fehler passieren“.

Zudem sagt er, dass es zurzeit zu Engpässen bei Firmen komme. Denn zurzeit werde sehr viel gebaut, die Unternehmen seien ausgelastet.

Das Neubaugebiet entsteht dort, wo einst die Bürgerschule stand. Acht Bauplätze gibt es dort und zusätzlich drei auf dem erweiterten Gelände, welches einst der Polizei gehörte. „Die Grundstücke sind bis auf zwei verkauft“, sagt Egon Schink von der Entwicklungsgesellschaft Bauland. Die beiden nicht verkauften Grundstücke seien aber bereits reserviert worden. Er selbst sei zufrieden mit dem Verlauf, habe aber auch schon gehört, dass sich die Baugenehmigungen sehr verzögerten.

Für ihn heißt es deshalb auch abwarten. Denn erst wenn die Häuser stehen, kann die Entwicklungsgesellschaft Bauland mit den Restarbeiten beginnen. „Erst dann machen wir den Endausbau.“ Dazu gehöre auch die neue Straße „Palais-Garten“ und die Begrünung.

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erstellt am 08.Okt.2013 | 17:30 Uhr

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