vier chorwerke : Ovationen für das Herbstkonzert

Drei Mal Mozart und ein Vivaldi: Schon zur Pause gab es viel Beifall für die Musiker und Sänger.
Drei Mal Mozart und ein Vivaldi: Schon zur Pause gab es viel Beifall für die Musiker und Sänger.

Itzehoer Konzertchor, Wandsbeker Symphonieorchester und Solisten begeistern das Publikum in der Itzehoer St. Laurentii-Kirche. Sie singen vier Werke von Mozart und Vivaldi.

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11. November 2013, 17:00 Uhr

Lang anhaltender, tosender Beifall war der verdiente Lohn für Eckhard Heppner und seinen Itzehoer Konzertchor, für das Wandsbeker Symphonieorchester und die Solisten Frauke-Maria Thalacker (Sopran), Jale Papila (Alt), Dantes Diwiak (Tenor) und Thomas Wittig (Bass). Statt eines abendfüllenden Werkes standen dieses Mal drei kleinere bekannte Kompositionen großer Meister auf dem Programm des Herbstkonzertes in der voll besetzten St. Laurentii-Kirche.

Neben der „Krönungsmesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart wurden Antonio Vivaldis „Gloria“ und das „Exsultate, Jubilate“, ebenfalls von Mozart, geboten. Als Überraschung versprach der Dirigent ein zusätzliches Stück, das nicht im Programheft verzeichnet war. „Alle diese Musik wurde einzig und allein zur Ehre Gottes komponiert“, machte Heppner deutlich.

Den Auftakt bildete Vivaldis 30-minütiges „Gloria“ in D-Dur mit zwölf unterschiedlich gestalteten Sätzen. Herrlich der voluminös klingende Konzertchor, wunderschön auch die Stimmen von Frauke-Maria Thalacker und Jale Papila. Im anschließenden „Exsultate, Jubilate“ hatte die Sopranistin Thalacker einen sehr langen Solopart zu bestehen, den sie souverän meisterte. Mozart komponierte das bis heute populäre Werk während seiner letzten Italienreise im Januar 1773 in Mailand. Es folgte die angekündigte Überraschung, gewissermaßen als Zugabe: das „Laudate dominum“, ebenfalls von Mozart. Mit reichlich Beifall ging es in die Pause.

Im zweiten Teil wurde mit der Messe Nr. 14 in C-Dur für Solostimmen, Chor und Orchester, Mozarts Krönungsmesse, der Höhepunkt des Abends erreicht. Sehr wahrscheinlich wurde diese Messe für den Ostergottesdienst des Jahres 1779 im Salzburger Dom komponiert. Unmittelbar nach Mozarts Tod im Jahre 1791 wurde sie zur bevorzugten Komposition für Gottesdienste bei Kaiser- und Königskrönungen. Bei diesem Werk bekamen die beiden Solistinnen Unterstützung von Dantes Diwiak und Thomas Wittig.

Besonders angetan war der Itzehoer Klaus Butenschön von der Solistin Frauke-Maria Thalacker. „Es ist ein Gedicht, sie zu hören. Und diese große Anzahl von Sängerinnen und Sängern des Konzertchores ist etwas ganz Besonderes. So etwas hat hier kein anderer Chor.“ Die von Heppner geleiteten Auftritte höre er immer wieder gern: „Was er anfängt, hat Hand und Fuß.“ Ganz ähnlich klang es bei Gisela Dölwes aus Oelixdorf: „Ich bin einfach begeistert.“ Sehr zufrieden gingen auch Evelin und Dieter Timm nach Hause. Der zweite Teil des Konzerts habe ihnen besonders gefallen, so die beiden Wellenkamper.

Dem Chor sei viel abverlangt worden, aber es sei schön, dass alle so gut mitgemacht hätten, freute sich Heppner, der die Gesamtleitung des Abends hatte. Vor einigen Jahren habe es im Itzehoer Konzertchor einen Umbruch gegeben, dem eine spürbare Leistungssteigerung gefolgt sei.

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