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Norddeutsche Rundschau

18. November 2017 | 05:42 Uhr

Event : Osterfeuer – eine Woche vor Ostern

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Landjugend Steinburger Geest trotzt allen Terminwidrigkeiten. Jetzt hoffen die Veranstalter auch mit einem vorgezogenen Event auf viele Besucher.

shz.de von
erstellt am 10.Apr.2014 | 05:30 Uhr

Kurzzeitig sah es so aus, als müsste eine Steinburger Institution die Segel streichen – aber jetzt bauen sie wieder auf. Das Osterfeuer in Looft findet auch in diesem Jahr statt, allerdings knapp eine Woche früher als gewohnt. Am morgigen Freitag ab 20 Uhr eröffnet die Landjugend Steinburger Geest wieder die Open Air Saison mit einem ausgiebigen Feierprogramm mitten auf der Wiese.

Dem Event, das in den vergangenen 20 Jahren immer an Gründonnerstag stattfand und damit ein Steinburger Alleinstellungsmerkmal hatte, wurde an diesem Tag mit einer Entscheidung aus dem vergangenen Jahr die Genehmigung versagt (wir berichteten). Ein Polizist hatte sich über zu große Arbeitsbelastung an einem „stillen Feiertag“ bei seinen Vorgesetzten beschwert. Die Sache ging bis ins Ministerium nach Kiel und wieder zurück an die Genehmigungsbehörde, die Verwehrung der Genehmigung blieb bestehen.

Um das bei mittlerweile bis zu 6000 Besuchern beliebte Fest aber nicht sang- und klanglos einfach einzustellen, haben sich die Veranstalter vom Landjugendverein mit seinen 80 Mitgliedern für einen neuen Termin entschieden, der keine Schwierigkeiten mit der Genehmigung macht. „Am Donnerstag durften wir nicht mehr, später wollten wir nicht“, sagt die Vorsitzende Stefanie Albers.„So entschieden wir uns für das Wochenende vor Ostern.“

Und sie bleiben, obwohl es dann noch eine Woche hin ist, bei ihrem Namen „Osterfeuer“ – für den Wiedererkennungswert. „Sonnabends hätten wir zu viel Konkurrenz gehabt, deshalb haben wir uns für Freitag entschieden.“

Ein neuer Standort direkt rechts hinter dem Ortseingang (aus Richtung Itzehoe kommend) wurde mit den Landwirten des Ortes abgestimmt. Dieser wurde wegen der Fruchtfolge nötig. So begannen Anfang der Woche bis zu 40 wechselnde Helfer aus der Landjugend mit dem Aufbau des 35 mal 20 Meter großen Festzeltes. „Das Gelände ist höher gelegen und dadurch einen Tick trockener“, sagte die 2. Vorsitzende Lisa Breiholz. Sie hatten nun erst Sonne und dann Regen, was nach Schnee und Staub in den vergangenen Jahren mal wieder etwas Neues war. „Wir sind alle motiviert, arbeiten bei Wind und Wetter“, sagte Stefanie Albers.

Aufgrund der schwierigen Genehmigungsverhältnisse haben die Jugendlichen aber ein spezielles Anliegen an die Gäste: „Wir freuen uns, wenn die Besucher uns unterstützen“, sagt Lisa Breiholz. „Dafür ist es aber nötig, dass sie ihre Getränke bei uns vor Ort zu den angebotenen günstigen Preisen kaufen und nicht mitbringen.“

Sie hätten sich nicht unterbuttern lassen, haben den Kopf hoch genommen, betont die Vorsitzende. „Das Fest bleibt wie es ist.“ Mit den von ihnen gekauften Getränken würden die Besucher das Fest unterstützen, und das sei auch nötig, denn: „Es gibt immerhin freien Eintritt und Musik.“

Dafür haben sie extra noch eine Happy Hour eingerichtet: Von 21 bis 23 Uhr gibt es die Cola Korn-Mischung für 1 Euro. Zur Musik von DJ Tony Tornado (Thorsten Stührk) kann so wieder ausgelassen bis in den Morgen gefeiert werden. Das Gelände hat direkt an der Hauptstraße eine Einfahrt zum Parkplatz, die Feuerwehr Looft hat wieder die Parkplatzeinweisung übernommen. „Wir freuen uns sehr, dass sie das jedes Jahr macht“, sagt Lisa Breiholz.

Bis zu 70 Helfer sind am Abend im Schichtsystem von 20 bis 4.30 Uhr im Einsatz. Das Feuer wird am anderen Ende des Platzes entzündet. „Wir laden auch Familien mit Kindern ein, sich das Feuer anzuschauen“, so Stefanie Albers. Es gibt für die Feiernden neben dem vereinseigenen Tresen und Sektbar, auch drei Bierpilze, einen Imbiss mit Grill und Nacken im Brötchen, Pommes, Pizza und Currywurst. Einige Damen mit kurzen Schnäpsen laufen durchs Publikum.

Um den neuen Termin bekannt zu machen, haben sie Plakate und Flyer verteilt, eine eigene Facebookgruppe erstellt, auf der Internetseite über Fortschritte informiert und das Event bei Radiosendern angekündigt. Auch verschiedene Landjugenden aus Dithmarschen, Steinburg, Rendsburg-Eckernförde und Pinneberg wurden eingeladen. Jetzt kommt es auf die Resonanz an bei der Frage, ob das Osterfeuer auch in den kommenden Jahren an diesem Termin seine Fortsetzung finden kann.„Wir werden sehen, wie es angenommen wird und werden danach fürs nächste Jahr neu planen“, sagt Stefanie Albers.

 

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