„Oscar“ für gute Leistungen

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Gemeinschaftsschule verleiht künftig WKS-Award / Neuer Leiter zieht positives Fazit nach einem halben Jahr

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26. Januar 2015, 11:18 Uhr

Ein halbes Jahr leitet Jörn Gasterstedt (Foto) jetzt die Wilhelm-Käber-Schule Hohenlockstedt – an große Veränderungen denkt der Pädagoge noch nicht. „In meinem ersten Jahr werde ich erst einmal alles durchlaufen.“ Danach werde er sehen, wo eigene Ideen eingebracht werden könnten, wo neue Impulse nötig seien und woran noch gefeilt werden müsse.

Bisher hat Gasterstedt einen sehr guten Eindruck von seiner neuen Wirkungsstätte. „Ich bin sehr gut aufgenommen worden – sowohl von dem Kollegium als auch von Eltern, Schülern und dem Schulverband.“ Die ersten Wochen und Monate standen im Zeichen des Kennenlernens – der neue Schulleiter hat zu allen Organisationen und Vereinen im Ort, die sich mit Kindern und Jugendlichen beschäftigen, Kontakte geknüpft.

Kontakte – und zwar regelmäßige – gibt es auch zu den beiden Leiterinnen der Grundschule und des Förderzentrums. „Wir haben eine regelmäßige Runde.“ Gemeinsam werde unter anderem ein neues Konzept für die Schulsozialarbeit erarbeitet. In seiner ersten Zeit habe er auch viele Elterngespräche geführt und dabei festgestellt, dass die Probleme hier ähnlich wie in Elmshorn – dort war Gasterstedt an Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule (KGSE) tätig – seien. Neu sei für ihn die bürokratische und statistische Arbeit, hier müsse er sich stellenweise noch hineinfinden. „Ich habe dabei jedoch viel Unterstützung aus dem Schulamt.“

Eine größere Neuerung hat Gasterstedt allerdings doch schon auf den Wg gebracht. Am 18. Februar wird an der Gemeinschaftsschule erstmals der „WKS-Award“ verliehen. Damit will die Schule deutlich machen, dass dort die Mädchen und Jungen nicht nur gefördert, sondern auch gefordert werden. „Mit dem Award – ähnlich dem Oscar – werden herausragende Leistungen auf verschiedenen Gebieten gewürdigt“, sagt der Pädagoge. Im Fokus stehen nicht nur einzelne Fächer wie Englisch oder Sport, auch für soziales Engagement oder für die Aufsteiger des Jahres wird es Auszeichnungen geben. „Wir wollen damit zeigen, dass es sich lohnt, sich anzustrengen.“ Die WKS-Awards sollen künftig jährlich verliehen werden.

Obwohl erst ein halbes Jahr in Hohenlockstedt, hat sich der Lehrer Jörn Gasterstedt auch bereits intensiv mit der Geschichte des Ortes beschäftigt. In seinem Wahlpflichtkurs für den neunten und zehnten Jahrgang befassen sich die Schüler mit der finnischen Partnerkommune Lapua. Zum 100. Jahrestag der Ankunft der ersten finnischen Jäger in Hohenlockstedt plant der Kurs auch eine Ausstellung mit Texten zu der Geschichte und der Freundschaft.

Der neue Schulleiter stammt aus Otterndorf in Niedersachsen, seine Kindheit verbrachte er in Stade. Nach dem Lehramtsstudium (Deutsch und Geschichte) bewarb er sich für ein Referendariat, eine Zusage bekam er in Schleswig-Holstein. Dort begann seine Lehrerlaufbahn an der damaligen Realschule in Wilster. Zusammen mit seiner Frau zog er 1999 nach Itzehoe, dort wohnt er immer noch. Jetzt gehören zur Familie auch drei Töchter (15, 13 und sechs Jahre alt). Nach Wilster folgte dann ab 2001 die Lehrerstation in Elmshorn.

Den Sprung von dort nach Hohenlockstedt hat Jörn Gasterstedt bisher nicht bereut. „Ich genieße es, dass ich sofort reinspringen konnte. Das Umfeld hat es mir aber auch leicht gemacht.“

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