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Ortsschild versetzt – Politiker verärgert

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Über 40 Jahre hatte das Ortsschild seinen festen Platz: Es stand am Eingang zu Lägerdorf in der Rethwischer Straße. Dort, wo es nach Meinung von Bürgermeister Heiner Sülau (SPD) sowie seinen beiden Stellvertretern Karl-Heinz Gülck (LWG) und Jürgen Tiedemann (CDU) auch hingehört.

Doch nun ist es weg – gut 200 Meter weiter hinein zum Ortskern versetzt. Die etwas zurückliegenden Siedlungen erste und zweite Moorwiese liegen jetzt vor dem Ortsschild. „Bürger aus diesen Gebieten haben schon nachgefragt, ob sie überhaupt noch zu Lägerdorf gehören“, sagt Bürgermeister Sülau. Vor vielen Jahren, als das Schild aufgestellt worden war, standen in dem Bereich der Rethwischer Straße noch Häuser, später wurden diese abgerissen. Doch das Schild blieb. Erst ein aufmerksamer Bürger bemerkte jetzt, dass das laut Gesetzgebung so nicht rechtens ist. Denn Ortsschilder sollen dort stehen, wo die Bebauung beginnt. Das betont auf Anfrage auch Dieter Pape, Leiter des Ordnungsamtes beim Kreis Steinburg. Dass dies über viele Jahre niemandem aufgefallen sei, sei kein Grund, das Schild nicht zu versetzen. Bei einem Termin vor Ort mit allen Beteiligten sei dies auch so besprochen worden.

Die Lägerdorfer sind trotzdem erbost, denn im vorher innerörtlichen Bereich sei jetzt eine Geschwindigkeit von Tempo 80 bis zum neu versetzten Ortsschild erlaubt. Das berge Gefahren, es werde dort schneller gefahren. Und viele Fahrer ließen ihr Auto auch erst ab Schild austrudeln, dann seien sie aber schon mitten in Lägerdorf, sagt Jürgen Tiedemann.

Sülau will jetzt zumindest prüfen lassen, ob ab Moorwiese ein anderes Schild, das auf den Ortseingang hinweist, aufgestellt werden kann.

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erstellt am 28.Dez.2016 | 12:33 Uhr

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