Sturmschäden : Orkane haben Waldwichteln mächtig zugesetzt

Kindergartenleiterin Jutta Märtin-Nöhring und Martin Kollhoff vor der Paintball-Anlage mit 16 Kids der Waldwichtelgruppe.
Kindergartenleiterin Jutta Märtin-Nöhring und Martin Kollhoff vor der Paintball-Anlage mit 16 Kids der Waldwichtelgruppe.

Die Stürme „Christian“ und „Xaver“ haben beim Waldkindergarten in Burg vieles beschädigt. Da kam eine kleine Spende gerade recht.

shz.de von
27. Dezember 2013, 17:19 Uhr

Mit ihrer Leiterin Jutta Märtin-Nöhring besuchte die Wichtelgruppe des Waldkindergartens die Burger Paintball-Anlage. Allerdings nicht um bunte Farbkugeln zu verschießen, sondern um eine Spende in Höhe von 200 Euro von Betreiber Martin Kollhoff zu erhalten.

Die Paintball-Anlage selbst bekamen die 16 Kleinen nicht zu Gesicht. Dafür halfen sie tatkräftig beim Schmücken des Tannenbaums, fütterten die eigens für sie in ein kleines Gatter vor dem Eingangsgebäude gestellten Zirkustiere (ein Pony und drei Ziegen) mit Wurzelstücken. Die Tiere leben seit langem auf dem Gelände der alten Sackfabrik.

„Das Geld können wir gut gebrauchen“, sagte Märtin-Nöhring, haben doch die beiden Orkane „Christian“ und „Xaver“ dem Inventar des Waldkindergartens mächtig zugesetzt. So wurde etwa die Ritterburg komplett zerstört. Kollhoff, selbst gelernter Erzieher, war die Spende ein Anliegen. Seit Februar 2013 gibt es die Paintball-Anlage und den dazugehörigen Verein Paintball Dithmarschen – und es läuft gut. Mit ihren drei Außen- und zwei Innenspielfeldern auf insgesamt 9000 Quadratmetern ist die Burger Anlage schon jetzt die größte in Norddeutschland. Zunehmend wird Paintball als Fun-Sportart entdeckt, kein Wunder also, dass Martin Kollhoff zuversichtlich in die Zukunft blickt.

15 000 Mitglieder zählt die 2003 gegründete Paintball-Liga Deutschland bereits. Es gibt 210 Spielfelder in Deutschland, davon knapp 60 Liga-Anlagen, von denen wiederum gerade einmal zehn als Austragungsort für Bundesligaspiele geeignet sind – wie die Burger Anlage.

Burgs Mannschaft Dusenddüwels spielt bereits in der Landesliga. Dort will man sich erstmal halten, verrät Kollhoff. Danach bilden Verbands- und Oberliga, zu der alle Paintball-Vereine Norddeutschlands gehören, die sportliche Herausforderung. Und wer weiß, vielleicht kommt Mitte 2020, wenn sie 18 sind, auch einer der heutigen Waldwichtel einmal zum Paintball-Spielen vorbei.

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